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Ludwig Hartmann

CSU: bloß keine Hektik

"Nicht zufrieden" ist Markus Söder mit den 35 Prozent für die CSU. Weiter kommentiert er die Schwäche der CSU nicht. Wie nach den letzten schlechten Umfragewerten versucht er seine Partei als Stabilitätsanker zu verkaufen.

Sieben Parteien im Bayerischen Landtag würden Bayern instabil machen und "zu einem ganz normalen Bundesland […], das irgendwo anders, auch in anderen Teilen der Welt sein könnte." Dagegen will Söder kämpfen.

Söder spricht langsam. Er sei "entspannter", weil die "Halbwertszeit der Demoskopie nicht mehr so stark ist wie früher."

Grüne: vorsichtige Freude

Schon mehrmals standen die Grünen in Umfragen blendend da, um dann bei der Wahl etliche Prozentpunkte schlechter abzuschneiden. Der grüne Spitzenkandidat Ludwig Hartmann spielt wohl darauf an, wenn er zu den 17 Prozent Umfrageergebnis sagt:

"Ich weiß aus Erfahrung als Grünen-Politiker, Umfragen sind noch keine Wahlergebnisse." Ludwig Hartmann, Grüne

"Mit Freude" nimmt Hartmann aber zur Kenntnis, dass sich die Umfragewerte verfestigen. Bei Wahlkampfveranstaltungen erlebe er, dass "die Menschen große Hoffnung in uns Grüne haben".

Die Grünen wollen weiter Wahlkampf machen und zwar "pur grün", wichtige Themen: Erhalt der "natürlichen Lebensgrundlagen" und "Zusammenhalt in unserer Gesellschaft".

SPD: "Rennen, rennen, rennen"

Der Generalsekretär der Bayern-SPD, Uli Grötsch, versucht gar nicht erst, die 11 Prozent für die SPD schön zu reden. Im Vergleich zum letzten BayernTrend im Juli hat die Partei noch mal zwei Prozentpunkte verloren.

"Diese Zahlen sind für uns natürlich brutal und - wie Sie sich vorstellen können - in höchstem Maße unbefriedigend." Uli Grötsch, SPD

Die SPD will nicht aufgeben, sondern "rennen, rennen, rennen". Sie setzt voll auf das Thema Miete/Wohnen und will laut Grötsch in den noch verbleibenden Wochen bis zur Wahl deutlich machen, was die Unterschiede zu anderen Parteien sind.

Freie Wähler: Demut

Die Freien Wähler legen 2 Prozentpunkte auf 11 Prozent zu. Die Partei nimmt das Ergebnis laut dem Landtagsabgeordneten Michael Piazolo "mit Demut entgegen", freut sich aber auch. Piazolo glaubt, dass die Wähler die "sachorientierte Politik" der Partei schätzen, und verweist auf die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge durch die CSU nach einer Initiative der Freien Wähler.

"Gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land" ist das Thema der Freien Wähler, die laut Piazolo auch gerne Regierungsverantwortung übernehmen würden.