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Bayerns Umweltminister plant Klimakonferenzen für Schüler | BR24

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Als Reaktion auf die Schülerproteste für mehr Klimaschutz lädt Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber (FW) zu zwei Jugend-Klimakonferenzen ein. Er will so mit den Jugendlichen in einen Dialog treten - unter Wahrung der Schulpflicht.

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Bayerns Umweltminister plant Klimakonferenzen für Schüler

Als Reaktion auf die Schülerproteste für mehr Klimaschutz lädt Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber (FW) zu zwei Jugend-Klimakonferenzen ein. Er will so mit den Jugendlichen in einen Dialog treten - unter Wahrung der Schulpflicht.

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"Klimaschutz ist eine Generationenaufgabe. Das ausdauernde und sichtbare Engagement der jungen Menschen auf Bayerns Straßen spricht eine deutliche Sprache: Das Thema brennt ihnen auf den Nägeln", sagte Glauber. Ziel sei es, mit den Jugendlichen direkt ins Gespräch zu kommen.

"Deshalb will ich möglichst viele Schüler zum Gespräch einladen, ihnen zuhören und mit ihnen über ihre Ideen, Wünsche und Ziele diskutieren." Thorsten Glauber (Freie Wähler), bayerischer Umweltminister

Er verstehe die Schülerproteste als Aufforderung, sich "mit den Jugendlichen an einen Tisch zu setzen, ihre Forderungen aufzugreifen und in den politischen Prozess einzuspeisen", so Glauber gegenüber dem BR.

Dialog mit der Jugend als Ziel

Der Klimawandel sei Fakt und werde sich voraussichtlich deutlich beschleunigen, so Glauber:

"Bis Ende des Jahrhunderts ist ein Temperaturanstieg in Bayern um bis zu 3,6 Grad Celsius möglich. Deshalb dürfen wir keine Zeit verlieren: Wir müssen die Weichen für eine klimasichere Zukunft stellen. Der Dialog mit der Jugend ist dafür ein wichtiges Fundament." Thorsten Glauber (Freie Wähler), bayerischer Umweltminister

Die Jugend-Klimakonferenzen sollen an zwei Freitag-Nachmittagen nach den Faschingsferien in München und in Erlangen stattfinden. Im Rahmen der Konferenzen sollen auch Workshops zu Fragen rund um den Klimaschutz angeboten werden.

Hinweis auf die Schulpflicht

Dass die Schüler-Demonstrationen und der damit oft verbundene Unterrichtsausfall umstritten sind, dessen ist sich Glauber bewusst:

"Die Demonstrationen zeigen, dass viele Schüler sich ernsthafte Gedanken über ihre Zukunft machen. Das anhaltende Engagement beeindruckt mich." Thorsten Glauber (Freie Wähler), bayerischer Umweltminister

Doch es gelte auch freitags die Schulpflicht, so der Minister:

"Viele Schulen haben hier vorbildliche Lösungen gefunden. Sie greifen das Thema Klimaschutz aktiv auf, holen den Unterrichtsausfall nach oder die Schüler demonstrieren außerhalb der Schulzeit." Thorsten Glauber (Freie Wähler), bayerischer Umweltminister

Vernetzung auf der Online-Plattform

Parallel zu den Konferenzen will das Umweltministerium in den kommenden Wochen zudem eine neue Internet-Plattform zum Thema Klimaschutz freischalten.

"Wir wollen den Dialog verstetigen. Die jungen Leute sollen sich vernetzen können, Erfahrungen und Projekte teilen und ihr Wissen weitergeben können." Thorsten Glauber (Freie Wähler), bayerischer Umweltminister

Klimawandel trifft auch den Freistaat

Auch vor dem Freistaat mach der Klimawandel nicht halt: Neun der zehn wärmsten Jahre Bayerns gab es laut Umweltministerium im Zeitraum ab 1990. Bis Ende des Jahrhunderts ist ein Temperaturanstieg in Bayern um bis zu 3,6 Grad Celsius möglich. Mit einer Drei-Säulen-Strategie will Bayern dagegen angehen: Minderung von CO2-Emissionen, regionale Anpassung an die Folgen des Klimawandels und Klimaforschung auf internationalem Niveau. Bis 2050 sollen energiebedingte CO2-Emissionen auf unter zwei Tonnen pro Kopf und Jahr sinken.