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Bayerns strengste Schäffler tanzen wieder in Geiselhöring | BR24

© Stadt Geiselhöring

Schäfflergruppe Geiselhöring

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    Bayerns strengste Schäffler tanzen wieder in Geiselhöring

    Ab jetzt bis Faschingsdienstag tanzen wieder die wohl strengsten Schäffler in Geiselhöring - und das nach sieben Jahren Tanzpause. Sie sind überzeugt, dass sie die strengsten Schäffler Bayerns sind, die viele Kriterien erfüllen.

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    Ab heute tanzen die Schäffler in der niederbayerischen Stadt Geiselhöring (Lkr. Straubing-Bogen) wieder. Nach siebenjähriger Pause hatten die Schäffler des Turnvereins Geiselhöring am Vormittag vor dem Rathaus ihren ersten Auftritt.

    Strengste Schäffler Bayerns

    Sie glauben von sich selbst, dass sie die strengsten Schäffler Bayerns sind, denn es dürfen nur junge Männer mitmachen, die mindestens 18 Jahre alt sind, ledig und aktive Sportler im Turnverein. Außerdem müssen sie kurze Haare, keinen Bart und einen guten Ruf haben. Beim Tanz achten sie darauf, dass jeder Schritt exakt ausgeführt wird und jedes Mal Oberkörper, Oberschenkel und Wadl zwei 90-Grad-Winkel bilden. Außerdem müssen die Fußspitzen gestreckt nach unten zeigen.

    22 Tänzer für 60 Auftritte

    Die 22 Tänzer proben seit Oktober für die 60 Auftritte von heute bis Faschingsdienstag. Sie tanzen bei Privatleuten und Firmen für eine Spende an den Turnverein. Viele Geiselhöringer begleiten die Schäffler begeistert von Haus zu Haus. Zu den 22 Tänzern kommen noch ebenso viele Kasperl, Taferlbuben, Fasslträger, Fähnriche, Reifenschwinger. Für alle ist es eine besondere Ehre, wenn der Schäfflerausschuss sie aus den zahlreichen Bewerbern auswählt. In Bayern gibt es knapp 40 Schäfflergruppen. Die Tanzfiguren zur Melodie von "Aba heit is koid" heißen beispielsweise Metzgersprung, Krone, Laube oder Schlange.

    Ab 1830 Schäfflergesellen in Altbayern

    Der Schäfflertanz ist ein Zunfttanz der Fassmacher und verbreitete sich ab 1830 durch wandernde Schäfflergesellen in mehrere Orte im altbayerischen Raum. Der Legende nach wurde der Tanz erstmals 1517 während der Pestepidemie aufgeführt, um die Bevölkerung zu beruhigen und das öffentliche Leben wieder in Gang zu bringen.