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Bayerns Schneegebiete zwischen Normalität und Katastrophenfall | BR24

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© BR/Martin Breitkopf

Leichtes Aufatmen in den verschneiten Regionen Bayerns: Der Niederschlag hat deutlich nachgelassen. Zwei Landkreise haben den Katastrophenfall aufgehoben. Die Lawinengefahr ist aber weiterhin hoch.

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Bayerns Schneegebiete zwischen Normalität und Katastrophenfall

Leichtes Aufatmen in den verschneiten Regionen Bayerns: Der Niederschlag hat deutlich nachgelassen. Zwei Landkreise haben den Katastrophenfall aufgehoben. Die Lawinengefahr ist aber weiterhin hoch. Vielerorts sind noch Helfer im Einsatz.

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Nach den schweren Schnee- und Regenfällen der vergangenen Tage entspannt sich die Lage in Bayern zunehmend. Im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen ist der Katastrophenfall am Mittag beendet worden, am Abend folgte der Landkreis Garmisch-Partenkirchen.

Für das Berchtesgadener Land wird zum Ende der Woche mit einer Aufhebung gerechnet. Die Landkreise Miesbach und Traunstein wollten noch keine konkrete Prognose abgeben. Nur in den Kreisen Traunstein und Berchtesgadener Land kommt es am Mittwoch noch zu Schulausfällen.

Riedbergpass bei Balderschwang wieder befahrbar

Im Lawinengebiet um Balderschwang im Allgäu entspannt sich die Lage zunehmend. Dort hatte am Montag Früh eine Lawine ein Hotel getroffen, verletzt wurde niemand. Gestern wurden in Balderschwang Lawinen gesprengt. Nun konnte die Verbindungsstraße zwischen Balderschwang und dem österreichischen Hittisau wieder geöffnet werden. Auch der Riedbergpass, über den Balderschwang von bayerischer Seite aus erreichbar ist, ist inzwischen wieder frei, ebenso die Straßen ins Kleinwalsertal. Einzelne Wanderwege, Loipen oder Skipisten im Kleinwalsertal sind aber weiterhin gesperrt.

Der Fernpass zwischen Deutschland und Österreich ist wieder geöffnet. Damit können Reisende aus Deutschland wieder via Garmisch-Partenkirchen ins Nachbarland fahren. Die Fernpass-Straße (B179) zwischen Bichlbach und Lermoos sollte seit 6.00 Uhr wieder freigegeben sein.

Straßensperren in Bayern

Gesperrt waren am Mittwochvormittag aber weiterhin die Bundesstraße 2 Weilheim-Mittenwald am Grenzübergang Mittenwald-Scharnitz sowie die B305 an mehreren Stellen nämlich zwischen Unterwössen und Reit im Winkl sowie zwischen Reit im Winkl und Ruhpolding, außerdem zwischen Unterjettenberg und Taubensee. Die B307 ist zwischen Kraftwerk Sylvensteinsee und dem Achenpass wegen Lawinengefahr weiter gesperrt. Gesperrt ist auch die Staatsstraße zwischen Neukirchen und Oberteisendorf. Über den aktuellen Stand der Sperrungen können Sie sich auf unserer Homepage hier informieren.

Feuerwehren aus Franken packen mit an

In den Schnee-Regionen sind immer noch Hunderte Helfer im Einsatz, um Dächer von der Schneelast zu befreien. Am Sonntag waren rund 140 Feuerwehrleute aus verschiedenen Feuerwehren im Nürnberger Land in den Berchtesgadener Ortsteil Buchenhöhe gereist. Sie wollen dort bis mindestens Donnerstagabend anpacken. Sollte die Schnee-Lage nicht besser werden, schicken die Feuerwehrler aus Mittelfranken neue Helfer und bleiben bis Samstag.

"Kein Handynetz da oben, die Masten sind eingeschneit. Alle Einsatzleiter besprechen sich alle drei Stunden und helfen zusammen. Die Stimmung ist sehr besonders", mailt BR-Reporterin Laila Heyne aus Buchenhöhe.

Weiterhin Lawinengefahr

Im Berchtesgadener Land ist die Lawinengefahr auch heute unverändert kritisch, aktuell besteht dort über 2.000 Metern Lawinenwarnstufe 4. Mit einer grundlegenden Entspannung ist laut Landratsamt noch nicht zu rechnen. In den Katastrophengebieten mit sehr viel Schnee müssen Lawinen gesprengt werden, damit Straßen wieder befahrbar sind. Zudem beraten Kommissionen, wie es mit Dächer- und Straßenräumungen weitergehen soll.

Behinderungen im Bahnverkehr

Die ersten Züge von Lenggries nach München und von Miesbach nach Holzkirchen sind nach den Sperrungen heute früh gefahren, ebenso die Züge von München. So sind wichtige Strecken der Bayerischen Oberlandbahn wieder regulär in Betrieb. Allerdings werden in Richtung Bayrischzell und Schliersee – Miesbach weiter Busse des Schienenersatzverkehrs fahren. Verschiedene sogenannte Schülerzüge können noch nicht fahrplanmäßig fahren. Die Bayerische Oberlandbahn bittet Kinder daher, frühere oder spätere Züge zu nehmen und ruft die Eltern zu Fahrgemeinschaften auf.

Auf der Strecke von Immenstadt nach Oberstdorf will die Bahn am frühen Nachmittag wieder normalen Zugverkehr bieten, so eine Sprecherin. Die Strecke Memmingen Richtung Lindau ist auch heute noch nicht störungsfrei. Im Bayerischen Wald sind auch die Strecken um Zwiesel noch nicht regulär wieder in Betrieb, Richtung Gafenau und Bayerisch Eisenstein. Hier wird die Bahn schwer kritisiert, weil sie die Räumung der Strecken des Zwieseler Sterns angesichts der Schneemassen über Tage eingestellt hatte.

Winterliches Warten am Wendelstein

Neues gibt es indes von der Wendelsteinbahn zu berichten: Hier wurde mittels Hubschrauber Personal eingeflogen, um die Seilbahn wieder in einen betriebsfähigen Zustand zu versetzen. Die BR-Kollegen, die noch immer beim Wendelstein-Sender festgesetzt sind, sind zuversichtlich, dass demnächst auch Ablösung für sie auf den Weg kommen kann:

"Wenn das klappt, haben wir also berechtigte Hoffnung, dass unsere Schichtwoche nach zehn Tagen Berg ein Ende findet." Klaus Klier, BR-Kollege am Wendelstein
© BR/Klaus Klier

Skifahren am Wendelstein: Start aus dem Fenster.

© BR/Klaus Klier

Winter am Wendelstein.

© BR/Klaus Klier

Winter am Wendelstein.

© BR/Klaus Klier

Winter am Wendelstein.

© BR/Klaus Klier

Winter am Wendelstein.

© BR/Klaus Klier

Winter am Wendelstein.

© BR/Klaus Klier

Winter am Wendelstein.

Start des Biathlon verschoben

Das Wetter behindert auch Winter-Sport-Ereignisse. In Ruhpolding verschiebt sich der Auftakt des Biathlon-Weltcups. Das ursprünglich für Mittwoch geplante erste Rennen soll am Donnerstag nachgeholt werden - vorausgesetzt, dass bis dahin der Katastrophenfall aufgehoben ist.

Verkehr und Wintersport im Bayerischen Wald weiter beeinträchtigt

Auch im Bayerischen Wald kommt es weiterhin zu Verkehrsbehinderungen und Einschränkungen in den Wintersportgebieten. Gesperrt bleibt weiterhin die Staatsstraße von Lohberg zum Arber. Hier drohen nach wie vor Bäume unter der Schneelast umzustürzen, wie die Gemeinde Lohberg mitteilt. Der Arber, der höchste Berg des Bayerischen Waldes, ist derzeit nur via Bad Kötzting und Bodenmais oder über Arrach zu erreichen.

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Ein Forscher aus Österreich fotografiert in den Bergen bei Minusgraden Schneekristalle unter dem Mikroskop. Wenn sie rund und abgeschliffen sind, herrscht Lawinen-Gefahr.

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