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Bayerns Polizei ist jetzt auf Instagram - das sorgt für Kritik | BR24

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Die bayerische Polizei wird zukünftig nicht nur auf Twitter und Facebook, sondern auch auf Instagram unterwegs sein.

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Bayerns Polizei ist jetzt auf Instagram - das sorgt für Kritik

Mehr Einblicke in ihre Arbeit und eine größere Reichweite: Die bayerische Polizei will mit einem Auftritt bei Instagram punkten. Innenminister Joachim Herrmann gab am Montag den Startschuss. Kritik kommt jedoch von der Deutschen Polizeigewerkschaft.

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Die bayerische Polizei will ihr Image moderner machen und präsentiert sich deshalb seit Montag auch auf Instagram. Den ersten Account eröffnete dort das Münchner Polizeipräsidium.

Im Internet ist Bayerns Polizei bereits auf Twitter und Facebook aktiv. Dort posten die Präsidien immer wieder Meldungen über aktuelle Einsätze oder Blicke hinter die Kulissen ihrer Arbeit.

Keine zusätzlichen Stellen für Social-Media

Rainer Nachtigall, Landeschef der Deutschen Polizeigewerkschaft, befürchtet, dass die Aktivitäten in den sozialen Medien auf Kosten des Streifendienstes ausgeführt werden. "Geht man von drei bis fünf Beschäftigten in den Social-Media-Teams bei den Polizeipräsidien aus, sind in diesem Bereich circa 50 Beschäftigte tätig", sagte Nachtigall. Dafür bräuchte es dann zusätzliche Stellen - die aber im Doppelhaushalt 2019/2020 nicht vorgesehen seien. Nun müsse die Staatsregierung im kommenden Haushalt dafür Sorge tragen.

Münchens Polizeisprecher Marcus da Gloria Martins hat die Befürchtung umgehend zurückgewiesen. Ausschließlich Mitarbeiter der Pressestellen seien für die Betreuung der Sozialen Medien zuständig, sagte Martins dem BR, einschließlich Instagram. Dadurch sei nicht eine einzige Streife weniger unterwegs.

Account hat bereits mehrere Tausend Abonnenten

Letztlich bleibt es jedem Polizeibereich überlassen, ob und wie er Instagram nutzt. Inzwischen wurde bereits ein Bild gepostet, das zwei Polizisten auf einer Brücke über der Isar zeigt. Nach kurzer Zeit hatte der Account bereits mehr als 3.000 Abonnenten.

Innenminister Joachim Herrmann (CSU) gab am Montagvormittag den Startschuss für den Insta-Auftritt. "Diese Plattform verzeichnet ein rasantes Wachstum und hat gerade bei jüngeren Zielgruppen hohe Reichweiten", sagte Herrmann. "Das wollen wir auch für unsere polizeiliche Öffentlichkeitsarbeit nutzen." Die Münchner Polizei habe über ihre Präsenz in sozialen Medien wie Twitter und Facebook deutschlandweit beachtete Vorarbeit geleistet.

Instagram hat mehr als eine Milliarde Nutzer

Instagram ist eine App, die Facebook 2012 für etwa eine Milliarde Dollar übernommen hatte. Die derzeit mehr als eine Milliarde Nutzer können dort Fotos und Videos veröffentlichen. Die Accounts sind wahlweise für jedermann oder nur für befreundete User einsehbar.