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"Fridays for Future"-Demos in Bayern - größte in Regensburg | BR24

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Weltweit gehen heute Aktivisten von Fridays for Future für eine bessere Klimapolitik auf die Straße. Foto: FFF-Aktivistinnen um Greta Thunberg während einer Demonstration in Hamburg im Februar 2020

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"Fridays for Future"-Demos in Bayern - größte in Regensburg

Weltweit gehen heute Aktivisten von Fridays for Future für eine bessere Klimapolitik auf die Straße. Das Motto des globalen Klimastreiks: "Kein Grad weiter". Auch in Bayern sind zahlreiche Demonstrationen geplant - die größte in Regensburg.

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Der erste globale Klimastreik von Fridays for Future seit Ausbruch der Corona-Pandemie steht unter dem Motto "Kein Grad weiter". Auch in Bayern wollen die Klimaaktivisten heute in verschiedenen Städten für eine bessere Klimapolitik demonstrieren.

3.500 Teilnehmer in Regensburg erwartet

Die meisten Teilnehmer werden in Regensburg erwartet. Rund 3.500 Menschen wurden dort laut Polizei angemeldet. Ab 17.30 Uhr wollen sie über das Donaugelände ziehen. Bereits ab 14 Uhr gebe es über ein Demoradio im Internet Infos über die Aktivitäten auf der ganzen Welt, so die Veranstalter. Unterstützung erhalten die Klima-Aktivisten dabei erstmals von "Omas for Future", einer Gruppe, die sich speziell an die Generation 50+ richtet. 

Demonstrationszug durch Nürnberg

Auch in Mittel- und Oberfranken sind zahlreiche Kundgebungen und Demonstrationen geplant. Die Veranstaltung in Nürnberg soll - neben der in Regensburg - zu einer der größten in Bayern werden. 1.000 Teilnehmer sind angemeldet, sagt Fabia Klein, Sprecherin von Fridays for Future. Vorgesehen sind ab 12.30 Uhr eine Kundgebung und ein großer Demonstrationszug durch die Stadt. Die jungen Aktivisten laufen dabei vom Färbertor über den Bahnhofsplatz zum Rathenauplatz und zurück.

Maske tragen ist Pflicht

Damit genügend Sicherheitsabstand eingehalten werden kann, demonstrieren die FFF-Aktivisten auf der Fahrbahn, in jeder Reihe dürfen maximal drei Personen gehen. Eine Maske ist zudem Pflicht. "Durch das Hygienekonzept wollen wir die Demo so sicher wie möglich machen. Trotz Corona ist es wichtig, auf die Straße zu gehen, denn die Klimakrise wartet nicht wegen der Pandemie", betont Klein. Zudem sei, anders als in München, der Inzidenzwert in Nürnberg viel geringer. In Erlangen haben die Aktivisten die Demonstration auf sechs Orte in und um Erlangen aufgeteilt. Um 13 Uhr starten gleichzeitig unterschiedliche Aktionen. In Bayreuth setzt sich ab 12 Uhr und in Bamberg ab 13 Uhr ein Protestzug in Bewegung. Weitere Aktionen finden unter anderem auch in Ansbach, Hof und Coburg statt.

Menschenkette in München

Die Münchner Gruppe von Fridays for Future hatte ihre geplante Groß-Veranstaltung auf der Theresienwiese in ihrer ursprünglichen Form abgesagt, weil der Inzidenzwert in der Landeshauptstadt auf mehr als 50 gestiegen war. Stattdessen wollen die Aktivisten nun ab 14 Uhr den Schriftzug des Mottos "Kein Grad weiter" mit einer Menschenkette bilden – dabei sollen die 500 Teilnehmer mindestens 1,5 Meter Abstand halten. Für die Menschenkette müssen sich die Demonstranten vorab anmelden.

Fahrrad-Demo und globaler Klimastreik in Augsburg

Auch in Augsburg wird protestiert. Start der Demonstration soll am Ulrichsplatz in der Maximilianstraße in der Innenstadt sein. Von dort soll sich der Demonstrationszug zur Ackermannstraße bewegen. Um das Corona-Infektionsrisiko zu verringern, hat das Ordnungsamt der Stadt eine maximale Zahl von 300 Teilnehmern zur Auflage gemacht. Auch hier müssen alle Masken tragen. Zur Demonstration in Augsburg hat ein breites Bündnis von Organisationen und Parteien aufgerufen, darunter Fridays for future, Parents for future, die Alpenvereinssektion Augsburg, die Grünen und ÖDP.

Mit Bobbycar zur Demo im Allgäu

Im Allgäu geht es beim Klimastreik auch um lokale Thematiken. In Sonthofen steht die Verkehrspolitik im Vordergrund. Alles, was Räder hat und kein CO2 ausstößt, ist beim dortigen Klimastreik willkommen: Bobbycars, Tretroller, Kettcar, Seifenkiste, Bollerwagen oder Fahrräder sollen das Motto der Demo "Verkehrswende jetzt" symbolisieren. Los geht es in Sonthofen um 13.30 Uhr am Rathausplatz. Auch hier sollen alle Demoteilnehmer mit Maske kommen und Abstand halten.

Protest in Traunstein und Bad Reichenhall

Ab 13.30 Uhr demonstrieren die Klimaschützer aus Traunstein im Traunsteiner Stadtpark, die Unterstützer im Berchtesgadener Land auf dem Rathausplatz in Bad Reichenhall. "Die Corona-Krise hat uns gezeigt, dass unsere Regierung entschlossen handeln kann, wenn sie möchte", sagt Nigel Rink, ein Sprecher der Traunsteiner FFF-Gruppe. Umso wichtiger sei es, jede Krise ernst zu nehmen und wie eine Krise zu behandeln. "In der Klimakrise läuft uns die Zeit davon", so Rink. Aufgrund der aktuellen Situation werde es aber keinen Demozug geben.

Forderung: Klimaabkommen einhalten

Die Bewegung Fridays for Future fordert, dass die Ziele des Pariser Klimaabkommens eingehalten werden. Darüber hinaus kämpfen die jungen Aktivisten für den Kohleausstieg in Deutschland bis 2030 und eine sozial-ökologische Wende. Dem globalen Klimastreik schließen sich unter anderem auch Greenpeace, der Bund Naturschutz und Parents for Future an.

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