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Den Nachweis für die Corona-Impfung soll es für das Handy geben

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    Bayerns Apotheken bereiten sich auf digitalen Impfpass vor

    Wer vollständig gegen Corona geimpft ist, soll das auch auf dem Smartphone nachweisen können: Der digitale Impfnachweis startet jetzt schrittweise. In vielen bayerischen Apotheken soll er ab Montag ausgestellt werden - aber nicht überall.

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    Von
    • Eleonore Birkenstock

    "Ich fände es deutlich einfacher, wenn das auf dem Handy wäre", sagt ein zweifach geimpfter Nürnberger zum digitalen Corona-Impfpass. Auch ein weiterer Nürnberger hält beispielsweise Restaurantbesuche mit dem Impfnachweis per Smartphone für weniger kompliziert: "Weil ich den immer dabei habe." Eine Frau, die gerade aus der Apotheke kommt, will sich gleich am kommenden Montag den digitalen Nachweis geben lassen: "Ich lass das von der Apotheke machen."

    Apotheken sehen sich bereit für digitalen Impfpass

    Die Apotheken in Bayern seien bereit, den digitalen Impfpass ab Montag auszustellen, sagt Hans-Peter Hubmann, Vorsitzender des Bayerischen Apothekerverbandes, dem Bayerischen Rundfunk. "Ich glaube daran, dass das gut funktionieren wird."

    Etwa 70 Prozent der bayerischen Apotheken hätten sich für den digitalen Impfpass registriert. Welche Apotheke dabei ist, erfahren Kundinnen und Kunden über das Portal mein-apothkenmanager.de.

    Wie funktioniert das mit dem digitalen Impfnachweis in der Apotheke?

    Wer zwei Mal gegen Corona geimpft wurde, könne den digitalen Nachweis erst zwei Wochen nach der zweiten Impfdosis bekommen, erläutert Hubmann. Erst dann gilt man in Deutschland als vollständig geimpft. Man solle dann sein gelbes Impfheft oder einen Impfnachweis vom Impfzentrum sowie Personalausweis oder Reisepass mitbringen. Die Apotheke gleicht die Daten über ein Portal mit den Daten des Robert-Koch-Instituts ab und druckt dann einen QR-Code aus, den der oder die Geimpfte über die Corona-Warn-App oder die neue CovPass-App mit seinem Handy einscannen kann.

    So manche Apotheke sieht einen zusätzlichen Aufwand auf sich zukommen: "Es nimmt schon sehr viel Zeit zusätzlich in Anspruch", sagt Katrin Böll, Leiterin der Sonnen Apotheke in Heroldsberg im Landkreis Erlangen-Höchstadt. Sie wird am kommenden Montag auf jeden Fall schon früh in der Apotheke sein, um sich vor der Öffnung auf das Prozedere mit dem digitalen Impfpass einzustellen. Dafür will sie eigens einen Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin bereit stellen.

    "Schritt für Schritt"

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bittet Bürgerinnen und Bürgern um etwas Geduld: Die Einführung des digitalen Impfnachweises erfolge in den nächsten Wochen nach und nach. "Schritt für Schritt werden sich jetzt Impfzentren, Arztpraxen und Apotheken an das System anschließen", erklärt er.

    Auch der Vorsitzende des Bayerischen Apothekenverbands ruft zu Geduld auf. Zum Starttermin am Montag seien vielleicht noch nicht alle interessierten Apotheken in Bayern bereit, so Hubmann.

    Impfzentren bereiten sich auf den digitalen Impfpass vor

    In den bayerischen Impfzentren werden laut bayerischem Gesundheitsministerium zunächst digitale Impfnachweise für diejenigen ermöglicht, die sich dort Erst- oder Zweitdosen verabreichen lassen. Das Nachtragen von bereits erfolgten und analog dokumentierten Impfungen folge erst in einem zweiten Schritt. "Die technischen Lösungen, um nachträglich digitale Impfnachweise zu erstellen, werden aktuell finalisiert, benötigen aber noch etwas Zeit", so Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU).

    Der digitale Impfnachweis wird über einen QR-Code in die Corona-Warn-App, die neue CovPass-App oder auch die Luca-App auf dem Smartphone eingelesen. Gesundheitsminister Holetschek macht aber klar: "Die Nutzung des digitalen Impfnachweises ist und bleibt freiwillig. Niemand muss sich digital ausweisen, es ist lediglich ein Angebot. Auch der gelbe Impfpass bleibt natürlich gültig."

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