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Bayern will Vorreiter bei Wasserstofftechnologie werden | BR24

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Bayern soll führender Standort für die Wasserstofftechnologie werden. Das sagte Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (FW) bei der Vorstellung der Bayerischen Wasserstoffstrategie in Nürnberg.

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Bayern will Vorreiter bei Wasserstofftechnologie werden

Geht es nach Wirtschaftsminister Aiwanger, soll Bayern führender Standort für Wasserstofftechnologie werden. Bis 2023 etwa solle sich in jedem Landkreis eine Wasserstoff-Tankstelle befinden, sagte er in Nürnberg.

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"Made in Bavaria soll zum Gütesiegel werden", erklärte Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) bei der Vorstellung der bayerischen Wasserstoffstrategie in Nürnberg. Bereits heute sei Wasserstoff in vielen Industrieanwendungen sichtbar. Der dort verwendete Energieträger werde aber aus fossilen Brennstoffen hergestellt. "Unser Ziel ist, die Wasserstoffwirtschaft auf grüne Bein zu stellen", sagte Aiwanger.

Bayern als Speerspitze in der weltweiten Entwicklung

Dies sei mit Wind- oder Solarenergie möglich. Laut Aiwanger benötigt Bayern zusätzlich Wasserstoff-Importe, etwa aus Russland, Island oder Schottland. Mit der nun verfolgten Strategie soll der Freistaat zum Hightech-Standort in der Wasserstoff-Technologie werden. Dadurch werde Bayern zur "Speerspitze" in der weltweiten Entwicklung des Wasserstoffs, erklärte der Minister.

Universitäten sollen besser vernetzt werden

Deshalb will Aiwanger unter anderem die Forschung in diesem Bereich ausbauen und stärker vernetzen. So gehört zur Strategie, dass die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und die Technische Universität München intensiver zusammenarbeiten. Außerdem stellt die die Staatsregierung 50 Millionen Euro für ein Förderprogramm bereit. Damit soll die Wasserstoff-Infrastruktur, etwa durch Verkehrsprojekte, ausgebaut werden.

100 Wasserstofftankstellen bis 2025 geplant

Aiwangers erklärtes Ziel ist dabei, in jedem bayerischen Landkreis eine Wasserstoff-Tankstelle zu haben. Bis 2023 soll es 100 dieser Vorrichtungen im Freistaat geben. Bisher stehen lediglich 17 dieser Wasserstoff-Tankstellen in Bayern. Zudem soll im kommenden Jahr in Erlangen die weltweit erste sogenannte LOHC-Tankstelle ihren Betrieb aufnehmen. LOHC sind Flüssigkeiten, die Wasserstoff aufnehmen und wieder abgeben können.

Bayerisches Wasserstoffbündnis gegründet

Im September 2019 hatte die Staatsregierung das Zentrum.Wasserstoff (H2.B) in Nürnberg gegründet und das Wasserstoffbündnis mit über 30 Partnern aus der Wirtschaft, der Wissenschaft und mit Verbänden ins Leben gerufen.

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