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Corona und Schule

Bayern will an Maskenpflicht im Einzelhandel festhalten | BR24

© Picture Alliance/Frank Hoermann/Sven Simon

Auch in dem Münchner Schuhgeschäft wird wohl weiterhin die Maskenpflicht gelten.

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    Bayern will an Maskenpflicht im Einzelhandel festhalten

    In der Debatte über eine Lockerung der Maskenpflicht im Einzelhandel hat sich nun auch die Bayerische Staatsregierung zu Wort gemeldet. Man sehe "nicht den geringsten Anlass" für ein absehbares Ende der Corona-Auflage, sagte der Staatskanzlei-Chef.

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    Der Wirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern, Harry Glawe (CDU), war es, der die Diskussion um eine mögliche Lockerung der Maskenpflicht ins Rollen gebracht hat. Er sehe "keinen Grund, länger an der Maskenpflicht im Handel festzuhalten", sofern die Infektionszahlen weiterhin so niedrig blieben, zitiert ihn die "Welt am Sonntag".

    Zugleich wolle er sich mit den Ländern Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Hamburg und Bremen ins Benehmen setzen, um auch mit den dortigen Regierungen über ein Ende der Maskenpflicht zu sprechen. "Wir versuchen, für alle norddeutschen Bundesländer eine einheitliche Regelung hinzubekommen. Noch lieber wäre mir ein bundesweites Ende der Maskenpflicht im Handel", so Glawe.

    Bayern will "weiterhin Vorsicht walten lassen"

    Mit dem Freistaat Bayern wäre letzteres allerdings nicht zu machen. "Die bayerische Staatsregierung sieht nicht den geringsten Anlass, die Maskenpflicht aufzuheben", sagte der Chef der bayerischen Staatskanzlei, Florian Herrmann (CSU), der "Süddeutschen Zeitung". Mit Verweis auf die weltweit steigenden Infektionszahlen und diverse Corona-Hotspots in Deutschland sei die Regierung vielmehr der gegenteiligen Überzeugung, "dass wir bei Corona weiterhin höchste Vorsicht walten lassen müssen."

    Das bayerische Kabinett steht damit nicht allein da. Auch die norddeutschen Länder Schleswig-Holstein und Hamburg, die Glawe in einem ersten Schritt überzeugen will, zeigten sich skeptisch. "Im Verlauf der Pandemie hat sich die Expertenmeinung gefestigt, dass die Mund-Nasen-Bedeckung eine sehr wirksame Maßnahme ist", sagte etwa Hamburgs Senatssprecher Marcel Schweitzer gegenüber der Deutschen Nachrichten-Agentur.

    Auch Schleswig-Holsteins Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) hält ein Ende der Maskenpflicht für "grundfalsch", wie ihn die "Süddeutsche Zeitung" zitiert.

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