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Archivbild (2016): Südseitiger Aufstieg zur Benediktenwand

Bildrechte: picture alliance/chromorange | Hans Eder
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Vier Tote bei Bergunfällen in den oberbayerischen Alpen

Bei Bergunfällen in den oberbayerischen Alpen sind vier Menschen ums Leben gekommen - drei von ihnen an derselben Stelle. Laut Polizei nutzten sie eine App und änderten die Route. Eine Begleiterin wurde Zeugin des Unglücks und erlitt einen Schock.

Von
Henning PfeiferHenning PfeiferBR24  RedaktionBR24 Redaktion
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Vier Menschen sind am Samstag in den oberbayerischen Alpen ums Leben gekommen. Ein Kletterer starb an der Benediktenwand im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen. Drei Wanderer starben an der Maiwand im Landkreis Rosenheim.

Polizei: Abgestürzte Alpenwanderer nutzten App und änderten Route

Wie heute bekannt geworden ist, haben die drei tödlich verunglückten Bergsteiger an der Maiwand nach Informationen der Polizei bei ihrer Wanderung eine App genutzt. Aus bisher unbekannten Gründen hätten sie dann nahe Flintsbach am Inn die Route geändert, seien an einer extrem steilen und grasigen Rinne an der Maiwand abgerutscht und etwa 30 Meter in die Tiefe gestürzt.

Eine Begleiterin wurde am Samstag Zeugin des Unglücks und erlitt den Angaben zufolge einen Schock.

Drei Tote an der Maiwand im Landkreis Rosenheim

Die vier Wanderer waren im Bereich der Hohen Asten bei Flintsbach unterwegs gewesen. Über die Maiwand und den Maigraben wollte die Gruppe absteigen. Dabei stürzten ein Pärchen aus dem Raum Regensburg (35 und 44 Jahre) und ein Mann (35 Jahre) aus dem Raum Straubing an derselben Stelle ab. Die vierte Wanderin setzte einen Notruf ab.

Die eingesetzten Kräfte der Bergwacht konnten nur noch den Tod der abgestürzten Wanderer feststellen. Die vierte Wanderin wurde von einem Kriseninterventions-Team der Bergwacht betreut.

Kletterer stürzt an der Benediktenwand in den Tod

Ebenfalls am Samstag verunglückte ein Klettersportler an der Bendiktenwand zwischen Lenggries und Kochel am See tödlich. Wie die Polizei berichtet, wurde er am Fuß der Wand leblos aufgefunden.

Der 28-jährige US-Amerikaner hatte die rund 400 Meter hohe Nordwand der Benediktenwand bei winterlichen Bedingungen allein durchklettern wollen. Nachdem er am Abend nicht von der Tour zurückgekehrt war, meldete ihn seine Lebensgefährtin als vermisst.

Kräfte der Bergwacht und zwei Besatzungen eines Rettungs- beziehungsweise eines Polizeihubschraubers suchten in der Nacht nach dem Vermissten. Knapp zwei Stunden nach Mitternacht wurde der Mann an der Wand gefunden. Ein Notarzt der Bergwacht konnte nur noch dessen Tod feststellen.

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