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Bayern versinkt im Schnee – Infos über Wetter und Verkehr | BR24

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Ausgerechnet jetzt, wenn die Weihnachtsferien in Bayern zu Ende gehen, da rollt die Schneewalze an. Das verheißt nichts Gutes für Straße, Schiene und Startbahn. Die Deutsche Bahn warnt vor einem Verkehrschaos.

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Bayern versinkt im Schnee – Infos über Wetter und Verkehr

Es schneit und schneit und schneit. In weiten Teilen Bayerns fällt am Wochenende kräftig Schnee. Das Winterwetter bedeutet für Bahnreisende und Autofahrer auf dem Rückweg aus dem Winterurlaub nichts Gutes. In den Bergen herrscht Lawinengefahr.

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Bis Morgen Früh wird der größte Teil Bayerns unter einer geschlossenen Schneedecke liegen. In Teilen Frankens und vielerorts in der Osthälfte Bayerns einschließlich Oberbayerns dürften die Schneedeckenhöhen im zweistelligen Bereich liegen. In Garmisch-Partenkirchen oder Bad Tölz wird es bis zu 40 Zentimeter Schnee geben. In den Bergen selbst – oberhalb von 800 Metern – ist am Wochenende sogar mehr bis zu einem Meter Schnee vorhergesagt. Der Deutsche Wetterdienst hat eine Unwetterwarnung herausgegeben. In der Steiermark und im Salzburger Land ist die Situation laut Experten bereits angespannt.

Decken und warme Getränke im Rückreiseverkehr

Zum Wetter kommt der Rückreiseverkehr aus den Wintersportorten. Stau dürfte auf Bayerns Fernstraßen programmiert sein.

Der ADAC-Sprecher rät Autofahrern, viel Zeit einzuplanen, die Geschwindigkeit dem Winterwetter anzupassen, Abstand zu halten und in Baustellenbereichen versetzt zu fahren, um gegebenenfalls nicht gegen einen eng daneben fahrenden Wagen zu schlittern. Zudem sei es sinnvoll, Decken und warme Getränke einzupacken. "Man kann bei Stau ja nicht dauernd den Motor laufen lassen."

ADAC warnt vor vollen Autobahnen zum Ferienende

Zusätzlich zum Ferienverkehr dürfte der Neuschnee Tages- und Wochenendausflügler auf die Straßen locken. Auf den von Süden kommenden Autobahnen A8, A93, A95 und A96 sowie auf der A99 um München dürfte es demnach vor allem am Samstagnachmittag sowie Sonntagnachmittag und -abend eng werden. Betroffen sind dem ADAC-Sprecher zufolge auch die A8 Richtung Ulm und Stuttgart sowie die A9 in Richtung Nürnberg und Berlin sowie der Großraum Frankfurt.

Auf österreichischer Seite ist vor allem in Tirol und Salzburg mit Schneekettenpflicht, Straßensperren und Staus zu rechnen – vor allem auf der Inntal-Autobahn A12 und der Tauern-Autobahn A10 sowie auf einigen Bundesstraßen.

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Der Wintereinbruch macht den Autofahrern in Bayern zu schaffen. Momentan läuft der Verkehr auf der A8 am Irschenberg noch, beobachtet BR-Reporter Matthias Flasskamp. Das könnte sich aber bald ändern.

Wartezeiten an den Grenzen

Auch an den Grenzübergängen nach Bayern sowie auf der Inntal-Autobahn A93 und der Salzburger Autobahn A8 in Richtung München müssen sich Autofahrer auf lange Wartezeiten einstellen. Bei viel Schnee könnten am Irschenberg Lastwagen quer stehen.

Bahn warnt Reisende vor Verkehrschaos

Auch Bahnreisenden droht wegen des starken Schneefalls ein Verkehrschaos. Die Deutsche Bahn fordert Reisende auf, sich vor Fahrtantritt noch einmal zu informieren, etwa in der Bahn-App oder auf bahn.de. Ein Sprecher sagte, es stehe zusätzliches Personal bereit, um in den Bahnhöfen Schnee zu räumen und Weichen zu enteisen. Auch die Münchner S-Bahn bereitet sich auf schwierige Verhältnisse vor: Denn sogar in der bayerischen Landeshauptstadt sind bis zu 20 Zentimeter Schnee angekündigt.

Freude über Schnee in bayerischen Skigebieten

In den bayerischen Skigebieten freut man sich über das Wetter. "Schneefall ist unser Metier", sagte ein Sprecher der Bayerischen Zugspitzbahn. Abfahrten und Lifte in den Skigebieten bei Garmisch-Partenkirchen und auf der Zugspitze mussten wegen des Neuschnees nicht gesperrt werden. Für die Skifahrer bestehe auf den ausgewiesenen Pisten keine Gefahr, da mögliche Lawinenfelder rechtzeitig gesprengt würden.

Auch für die Betreiber der Bergbahnen am Allgäuer Fellhorn bei Oberstdorf (Landkreis Oberallgäu) war der viele Neuschnee kein Problem. Das winterliche Wetter sei nichts Außergewöhnliches, sagte ein Sprecher. "Der Schnee macht uns nichts", sagte der Geschäftsführer des Skigebiets am Spitzingsee (Landkreis Miesbach), Peter Lorenz. Auch am Brauneck und am Sudelfeld gebe es keine Probleme. Nur wenn es windig werde, müssten Lifte schließen, sagte Lorenz.

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Ein Vorbote, was auf Bayern dieses Wochenede schneemäßig zukommt, war am Freitag im oberbayerischen Ruhpolding schon zu spüren. Während Kinder und Wintersportler sich freuen, steht Hausbesitzern und Winterdiensten ein anstrengendes Wochenende bevor.

Lawinengefahr in den Bergen: höchste Warnstufe denkbar

Der Deutsche Alpenverein (DAV) appelliert dennoch an alle Wintersportler, sich vernünftig zu verhalten und auf keinen Fall abseits der gesicherten Pisten zu bewegen. Wegen des vielen Neuschnees könnte die Lawinengefahr weiter steigen. Die zweithöchste Warnstufe 4, die derzeit bereits für die Berchtesgadener und Chiemgauer Alpen oder für das Engadin in der Schweiz gilt, könnte sich auch noch auf andere Gebiete ausdehnen – wenn nicht gar die höchste Warnstufe 5 für Lawinen eintritt.

"Was tückisch ist, ist die Tatsache, dass wir in den tiefen Lagen wenig Schnee haben. Das lullt in gewisser Weise den Skitourengeher ein, der sich weitgehend sicher fühlt. Sobald er aber aus der Waldgrenze herauskommt, ist er auf einmal mit deutlich mehr Schnee, mit großen Schneeverwehungen und mit instabilem Schneedeckenaufbau konfrontiert." Robert Mayer, Ressortleiter Bildung beim DAV

Neben Verkehrschaos bis hin zu Verkehrsstillstand und Straßensperrungen in Lagen oberhalb 500-700m muss mit einer extremen Lawinengefahr in den bayerischen Alpen gerechnet werden. Vor allem Triebschnee, also Schnee, der sich durch starken Wind an einer geschützten Stelle abgelagert hat, kann gefährlich werden. Dann reicht laut Lawinenwarndienst schon ein einzelner Skifahrer, um ein Schneebrett auszulösen. Ein Ausflug in die Berge ist an diesem Wochenende ohnehin keine gute Idee – erwartet werden Windböen und bis zu minus 12 Grad.

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Mit dem starken Schneefall nimmt die Lawinengefahr zu. Bisher gilt die höchste Warnstufe nur in den Chiemgauer und Berchtesgadener Alpen. Allerdings sollten sich Skifahrer am Wochenende im gesamten Alpenraum nur auf den ausgewiesenen Pisten bewegen.