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Bayern verlängert Kontaktbeschränkungen um zwei Wochen | BR24

© picture alliance/Lino Mirgeler/dpa

Archivbild: Der Englische Garten in München

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    Bayern verlängert Kontaktbeschränkungen um zwei Wochen

    Die Kontaktbeschränkungen in Bayern wegen Corona sind bis 19. Juli verlängert worden. Während manche Bundesländer lockern, dürfen sich im Freistaat weiterhin nur zehn Menschen im öffentlichen Raum treffen. Ministerin Huml verteidigt die Linie.

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    Im Kampf gegen die Corona-Pandemie hat das bayerische Gesundheitsministerium die Kontaktbeschränkungen verlängert. Statt bis 5. Juli gelten sie nun vorerst bis 19. Juli, wie das Ministerium mitteilte. Damit sei der Aufenthalt im öffentlichen Raum "auch weiterhin nur in der Familie sowie mit Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstands oder in einer Gruppe von bis zu zehn Personen gestattet", erläuterte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU).

    Zur Begründung sagte die Ministerin: "Trotz insgesamt deutlich gesunkener Infektionszahlen müssen wir überall in Bayern wachsam bleiben und dürfen die erzielten Erfolge bei der Eindämmung des Coronavirus nicht verspielen." Die bayerische Staatsregierung bleibt also bei ihrer vorsichtigen Linie - in einzelnen anderen Bundesländern wurden die Kontaktbeschränkungen bereits weiter gelockert oder sogar aufgehoben, zum Beispiel in Thüringen, Brandenburg und Berlin.

    Abstandsgebot und Maskenpflicht gelten weiter

    In der entsprechenden Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung des Gesundheitsministeriums wurde die Verlängerung der Kontaktbeschränkungen bereits festgeschrieben. Ergänzt wurde zudem, dass von heute an die Maskenpflicht bei kulturellen Veranstaltungen nur noch gilt, solange sich die Besucher "nicht an ihrem Platz befinden". Somit kann der Mund-Nasen-Schutz im Theater- oder Kinosessel abgenommen werden. Das hatte das bayerische Kabinett am Dienstag als einzige neue Lockerung beschlossen.

    Alle anderen Bestimmungen wie das Abstandsgebot von 1,5 Metern und die Maskenpflicht in bestimmten öffentlichen Bereichen bleiben gültig. Für private Treffen zu Hause gilt seit zwei Wochen keine grundsätzliche Beschränkung auf einen bestimmten Personenkreis oder eine bestimmte Anzahl von Menschen mehr. Entscheidend ist stattdessen, wie viele Menschen sich unter Wahrung des Mindestabstands im jeweiligen Raum aufhalten können. "In geschlossenen Räumen soll für ausreichend Belüftung gesorgt werden", betonte Huml.

    Ministerin verteidigt bayerischen Weg

    Die Ministerin verteidigte erneut den zurückhaltenden bayerischen Weg in der Corona-Krise. "Der Schutz der Bevölkerung vor einer Infektion hat für uns oberste Priorität", sagte die CSU-Politikerin. Es sei gelungen, die Ausbreitung des Coronavirus wirkungsvoll einzudämmen und deutlich zu verlangsamen. "Mit unseren stufenweisen Erleichterungen haben wir in den vergangenen Wochen wesentliche Schritte zu wieder mehr Normalität eingeleitet." Diesen Weg werde der Freistaat wir konsequent weitergehen.

    Huml verwies zugleich darauf, dass jede Erleichterung mehr Verantwortung bedeute. Schließlich gebe es noch immer keine Impfung oder Therapie.

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