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Bayern und Hessen wollen das Homeoffice steuerlich fördern | BR24

© dpa-Bildfunk/Jens Kalaene

Homeoffice - Mensch mit Laptop in Wohnzimmer

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    Bayern und Hessen wollen das Homeoffice steuerlich fördern

    Bayern und Hessen wollen sich im Bundesrat dafür einsetzen, dass mehr Menschen ihr Homeoffice von der Steuer absetzen können. Vor allem wer kein eigenes Arbeitszimmer einrichten kann, soll von der geplanten Pauschalvariante profitieren.

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    Die Finanzminister von Bayern und Hessen wollen ermöglichen, dass künftig mehr Menschen ihr Homeoffice steuerlich geltend machen können. Insbesondere Bürger, die sich kein eigenes Arbeitszimmer einrichten können, sollen von der geplanten "Einfachvariante" profitieren. Das haben der bayerische Finanzminister Albert Füracker (CSU) und sein hessischer Kollege Michael Boddenberg (CDU) am Sonntag gemeinsam bekannt gegeben.

    Fünf Euro pauschal für jeden Tag im Homeoffice

    Ihren Vorschlag wollen Füracker und Boddenberg im Finanzausschuss des Bundesrates einbringen. Er sieht vor, dass pro vollem Tag im Homeoffice ein Pauschalbetrag von fünf Euro als Werbungskosten angesetzt werden kann - maximal 600 Euro pro Jahr.

    Die Wohnung muss dazu keine besonderen Voraussetzungen erfüllen. Ziel der Pauschale sei, "dass die Zusatzkosten durch Homeoffice unbürokratisch bei der Einkommensteuer geltend gemacht werden können", erklärten die Minister. Der Vorschlag trage "zur Steuervereinfachung bei" und könne "helfen, die in der gegenwärtigen Praxis häufigen Konflikte mit dem Finanzamt bei den Arbeitszimmerkosten zu befrieden".

    FDP-Abgeordneter hatte ähnliche Idee schon früher

    Es ist nicht der erste Vorstoß in diese Richtung. Unter anderem forderte bereits im Mai der FDP-Bundestagsabgeordnete Gerald Ullrich mehr Steuervorteile für die Arbeit daheim. "Homeoffice sollen alle steuerlich geltend machen können", sagte der Politiker.

    Bisher fordern Finanzämter ein Arbeitszimmer

    Derzeit kann nur derjenige seinen Arbeitsplatz zu Hause steuerlich geltend machen, der dafür über ein eigenes Zimmer verfügt. Dies geht jedoch an der Realität der meisten Arbeitnehmer vorbei, bemängelte Ullrich. Nach dem neuen Vorschlag soll es keinen Unterschied machen, ob jemand am Küchentisch, in einer Arbeitsecke oder in einem getrennten Raum sitzt und arbeitet.

    CSU - Bundestagsabgeordnete fordern auch eine "Flexiwoche"

    Auch die CSU-Bundestagsabgeordneten gehen mit einer entsprechenden Forderung ins letzte Jahr dieser Legislaturperiode. Die Landesgruppe will Heimarbeitsplätze steuerlich ebenfalls fördern und eine "Flexi-Woche" einführen, bei der sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer gemeinsam auf flexible Arbeitszeiten einigen können.

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