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Außenansicht des Himbeerpalastes in Erlangen

Im Juli hat das bayerische Kabinett ein Investitionspaket von insgesamt 1,5 Milliarden Euro für die Universität Erlangen beschlossen. Von diesem Geld wurde unter anderem der sogenannte Himbeerpalast, eines der früheren Verwaltungsgebäude von Siemens, gekauft. Ab 2023 soll er zum geisteswissenschaftlichen Zentrum der Uni umgebaut werden. Auch Hörsäle der philosophischen Fakultät werden dann im Gebäude entstehen.

Himbeerpalast als Zeichen des Wirtschaftswunders

Der Himbeerpalast, einst einer von drei Hauptsitzen des Siemens-Konzerns, wurde 1953 eingeweiht. Ludwig Erhard bezeichnete ihn damals als ein Zeichen des deutschen Wirtschaftswunders. Der Bau war vom Architekten Hans Hertlein ganz im Berliner Siemenstadt-Stil der 20er-Jahre entworfen. Ein roter Backsteinbau mit langgestreckten Fronten und wuchtigen Türmen.

Ein Siemens-Denkmal

Die rötliche Farbe und die Tatsache, dass auf 46.000 Quadratmetern mehr als 3.500 Menschen Arbeit fanden, gaben dem Gebäude den Namen Himbeerpalast. 1991 wurde das Bauwerk wegen seiner hohen städtebaulichen und architektonischen Qualitäten vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege in die Denkmalliste eingetragen.