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Tourismus in Bayern erholt sich – aber langsam | BR24

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Erholt hat sich der Tourismus vor allem in den Alpenregionen. Aber auch das Fränkischen Seenland und der Bayerischen Wald profitierten.

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Tourismus in Bayern erholt sich – aber langsam

Nur rund halb so viele Touristen wie 2019: Bayerns Tourismusbetriebe bekommen die Corona-Folgen deutlich zu spüren. Lockerungen und Ferien brachten im Juni aber wieder etwas Schwung in die Branche – zumindest an den Alpen und im Fränkischen Seenland.

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Die Auswirkungen der CoViD-19-Pandemie auf die bayerischen Beherbergungsbetriebe sind weiterhin klar sichtbar – doch zumindest flachen die coronabedingten starken Rückgänge der Ankunfts- und Übernachtungszahlen langsam ab. Das teilt das Bayerische Landesamt für Statistik mit Sitz in Fürth mit. Demnach hat sich der Tourismus im Freistaat zuletzt wieder leicht erholt, und es kamen im Juni 2020 insgesamt 1,8 Millionen Gäste nach Bayern.

Corona-Lockerungen zeigen Wirkung

Die meisten davon (92,2 Prozent) kamen aus Deutschland. Die Zahl der Übernachtungen belief sich vorläufigen Ergebnissen zufolge auf 5,5 Millionen. Damit liegen zwar sowohl die Gästeankünfte (minus 54,7 Prozent) als auch die Zahl der Übernachtungen (minus 44,6 Prozent) weiter deutlich unter dem Vorjahresniveau, so die Statistiker.

Dennoch zeigten die Ankunfts- und Übernachtungszahlen im Vergleich zum Vormonat Mai einen deutlichen Aufwärtstrend. Die Statistikbehörde führt das neben den Lockerungen der Corona- Maßnahmen und Reisebeschränkungen auch auf die bayerischen Pfingstferien und den Beginn der Sommerferien in einigen Bundesländern im Juni zurück.

Ferienwohnungen sind gefragt

Profitiert haben davon im Juni vor allem Ferienzentren, -häuser und -wohnungen. Hier betrug das Minus zum Vorjahresmonat bei den Ankünften noch -19,7 Prozent und bei den Übernachtungen noch -5,6 Prozent. Jugendherbergen und Hütten sowie die Erholungs-, Ferien- und Schulungsheime mussten dagegen weiterhin herbe Verluste hinnehmen.

Alpen und Seenland haben Zulauf

Regional betrachtet besserte sich die Lage dem Landesamt zufolge vor allem in den Alpenregionen: Die deutlichste Erholung erfuhren die Tourismusregionen Chiemsee-Chiemgau (70.000 Gästeankünfte, 309.000 Übernachtungen), das Berchtesgadener Land (63.000 Gästeankünfte, 257.000 Übernachtungen), das Allgäu (272.000 Gästeankünfte, 1,1 Mio. Übernachtungen) und die Zugspitz-Region (81.000 Gästeankünfte, 297.000 Übernachtungen). Positiver als im restlichen Freistaat war darüber hinaus auch die Entwicklung im Fränkischen Seenland und im Bayerischen Wald, so das Landesamt.

Hauptsächlich ausländische "Stammgäste"

Die Nachfrage aus dem Ausland bewegte sich im Juni demnach weiter auf niedrigem Niveau mit gut 138.000 Ankünften (minus 85,4 Prozent) und rund 357.000 Übernachtungen (minus 81,3 Prozent). Die meisten ausländischen Gäste zählten die Statistiker aus Österreich (rund 26.000 Gäste), der Schweiz (rund 22.000 Gäste) und den Niederlanden (rund 16.000 Gäste). Das sind auch traditionell die am stärksten vertretenen Herkunftsländer.

Großes Minus 2020 in Mittelfranken

Insgesamt brachte das erste Halbjahr 2020 aber massive Einbußen für die Beherbergungsbetriebe im Freistaat: Mit knapp 8,4 Millionen Gästeankünften und rund 23,8 Millionen Übernachtungen konnten nur noch halb so viele Gäste beherbergt werden wie im ersten Halbjahr 2019. Betroffen waren alle Regierungsbezirke. Das höchste prozentuale Minus weist Mittelfranken auf: minus 56,7 Prozent bei den Gästeankünften und minus 52,3 Prozent bei den Übernachtungen.

Der Behörde zufolge hatten im Juni 11.321 Beherbergungsbetriebe in Bayern geöffnet.

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