BR24 Logo
BR24 Logo
Bayern

Bayern-Ticket: Kein Pardon bei versehentlichem BOB-Schwarzfahren | BR24

© Martin Breitkopf/BR

Das Bayern-Ticket zählt zu den am häufigsten verkauften Tickets im Bahnverkehr mit einem Jahresumsatz von mehr als 100 Millionen Euro. Doch manche Passagiere fahren damit unbeabsichtigt schwarz. Andere tun es mit Vorsatz, klagt die BOB.

17
Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Bayern-Ticket: Kein Pardon bei versehentlichem BOB-Schwarzfahren

Das Bayern-Ticket zählt zu den am häufigsten verkauften Tickets im Bahnverkehr mit einem Jahresumsatz von mehr als 100 Millionen Euro. Doch manche Passagiere fahren damit unbeabsichtigt schwarz. Andere tun es mit Vorsatz, klagt die BOB.

17
Per Mail sharen
Teilen

Schwarzfahren trotz Ticket - das ist durchaus möglich. Das zeigt ein aktueller Fall von drei Freundinnen, die mit der Bayerischen Oberlandbahn (BOB) von München nach Lenggries fuhren. Nur eine der drei hatte das Pauschalticket unterschrieben. Jedoch stieg sie vor den beiden anderen aus. Als der Schaffner die anderen beiden kontrollierte, verhängte er ein Bußgeld wegen Schwarzfahrens.

Jeder Passagier muss sich in das Bayern-Ticket eintragen

Insgesamt rund 12.000 Schwarzfahrer zählte die Bayerische Oberlandbahn laut eigenen Angaben im vergangenen Jahr - unabhängig davon, ob die Schwarzfahrt nun absichtlich oder versehentlich angetreten worden war. Gemessen an einer Gesamtfahrgastzahl von rund 17,6 Millionen sei dies keine besonders hohe Quote, sagt der Pressesprecher der Bayerischen Oberlandbahn, Christopher Raabe.

Das Bayern-Ticket ist aber wohl anfällig für unbeabsichtigte Schwarzfahrten: Bis zu fünf Personen können mit einem solchen Pauschalticket reisen. Dabei muss sich jeder mit vollem Namen in das Ticket eintragen und einen Lichtbildausweis dabei haben, um seine Identität zu bestätigen. Keinen Namen eintragen oder auch nur den Namen eines Gruppenmitglieds ist Betrug - schließlich könnte das Ticket sonst wieder verwendet oder gar weiterverkauft werden.

Auch ist das Bayern-Ticket während der Woche nur von neun Uhr bis drei Uhr nachts am Folgetag gültig. Wer sich nicht daran hält, fährt schwarz. Nur an Wochenenden und gesetzlichen Feiertagen gilt das Ticket schon ab 0 Uhr.

Pflicht des Reisenden, sich über Ticket zu informieren

Es sei Pflicht des Reisenden, sich vor Antritt der Fahrt über die Gültigkeit seines Tickets zu informieren, betont Christopher Raabe. Die meisten Fahrgäste würden die Bedingungen aber genau kennen. Letztlich würde der bewusste Missbrauch - also den Namen nicht in das Bayernticket nicht eintragen und es ein weiteres Mal benutzen - der Allgemeinheit schaden, sagt Raabe. Durch den Betrug würden der Bahn Einnahmen entgehen und das könnte sich wiederum auf die rabattierten Pauschaltickets auswirken.

Verstärkte Kontrollen beim Bayern-Ticket

Darum wird auch seit Oktober verstärkt kontrolliert. Wer erwischt wird - egal ob absichtlich oder versehentlich- zahlt ein sogenanntes erhöhtes Beförderungsentgelt: 60 Euro Strafe und zusätzlich den normalen Preis für die Fahrt. Das Bayern-Ticket ist laut der Deutschen Bahn mit einem Jahresumsatz von 100 Millionen Euro das bundesweit erfolgreichste Länderticket. Rund 140 Millionen Kunden sind bislang mit dem Pauschalticket durch den Freistaat gereist.