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Bayern startet Innovationsbündnis gegen Krebs | BR24

© BR/Claudia Grimmer

In Nürnberg ist das Innovationsbündnis gegen Krebs gestartet. Es soll bewirken, dass Onkologie-Patienten einen schnelleren Zugang zu Innovationen in der Krebsversorgung erhalten.

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Bayern startet Innovationsbündnis gegen Krebs

Gemeinsam mit Vertretern aus den Bereichen Forschung und Industrie, der Ärzteschaft, Betroffenen und Krankenkassen startet in Nürnberg das Innovationsbündnis gegen Krebs. Die Schirmherrschaft liegt beim bayerischen Gesundheitsministerium.

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Unter der Schirmherrschaft des bayerischen Gesundheitsministeriums soll der Zusammenschluss bewirken, dass Onkologie-Patienten einen schnelleren und sicheren Zugang zu Innovationen in der Krebsversorgung erhalten.

Bessere Vernetzung der Medizinbereiche

Konkret will das Bündnis eHealth-Modelle für eine effektivere Krebsbehandlung entwickeln, also die Betreuung von Patienten über moderne Informations- und Kommunikationstechnologien. Vor allem von den Pharma- und Medizintechnik-Unternehmen erwartet sich der Zusammenschluss neue diagnostische und therapeutische Verfahren für die Onkologie.

Patienten zu wenig einbezogen

Die Bayerische Krebsgesellschaft will sich innerhalb des Bündnisses für eine besserte Vernetzung der einzelnen Medizinbereiche bei der Behandlung von Krebspatienten einsetzen. Interdisziplinäre Zusammenarbeit, aber auch eine bessere Abstimmung zwischen den Ärzten der stationären und ambulanten Behandlung sei ebenso wichtig wie Innovationen. Noch zu wenig würden Patienten miteinbezogen werden, so Markus Besseler von der Bayerischen Krebsgesellschaft.

Nationale Dekade gegen Krebs

Das in Nürnberg gegründete Aktionsbündnis will Bayern zum Impulsgeber der Nationalen Dekade gegen Krebs machen. Erst in der vergangenen Woche hatte die Bundesregierung zusammen mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum und der Krebshilfe diese Aktion ausgerufen. Dabei geht es darum, Krebserkrankungen zu verhindern, Heilungschancen zu verbessern und die Lebensqualität von betroffenen Patienten zu erhöhen.

Forschungszentrum in Erlangen und Würzburg

Die Bayerische Regierung plant zudem ein eigenes bayerisches Forschungszentrum mit Schwerpunkten in Erlangen und Würzburg. Es ist als hochschulübergreifende Einrichtung geplant und soll die jeweiligen Stärken der Universitätskliniken in Erlangen, München, Regensburg und Würzburg vernetzen und weiter ausbauen.

67.000 Krebspatienten jährlich

Bayernweit erkranken jährlich 67.000 Menschen an Krebs, etwas mehr Männer als Frauen. Die Hälfte der bayerischen Krebspatienten ist 68 Jahre und älter. Die häufigsten Krebsarten bei den Männern sind Prostata-, Darm- und Lungenkrebs. Frauen erkranken am häufigsten an Brust-, Darm- und Lungenkrebs. Je früher Krebs erkannt wird, desto größer sind oft auch die Heilungschancen.