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Bayern Spitzenreiter bei ehrenamtlichen Ersthelfern | BR24

© BR/Felix Hörhager

Einsatzübung einer First Responder Einheit

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    Bayern Spitzenreiter bei ehrenamtlichen Ersthelfern

    Bei einem Herzinfarkt oder einem Unfall ist schnelle Hilfe das Wichtigste. Gerade auf dem Land, wo der Notarzt lange fahren muss, sind ehrenamtliche Ersthelfer wichtig. In keinem anderen Bundesland gibt es so viele dieser Helfergruppen wie in Bayern.

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    Der Freistaat hat bundesweit die umfangreichste Versorgung durch ehrenamtliche Ersthelfergruppen bei Unfällen und medizinischen Notfällen. Das ist das Ergebnis einer Studie der ADAC Stiftung. Demnach gibt es in Bayern fast 500 sogenannte Helfer-vor-Ort-Einheiten – mit Abstand die meisten im Vergleich mit den anderen Bundesländern. Diese ehrenamtlichen Helfer haben eine basismedizinische Ausbildung und werden bei einem Notfall in ihrer Umgebung von der Leitstelle alarmiert. Teils sind es auch ortsansässige Ärzte.

    Die ersten Minuten zählen

    Durch die kurzen Wege können sie oft schneller bei den Patienten sein und Erste Hilfe leisten als Rettungsdienst und Notarzt. Gerade die ersten Minuten sind bei einem Notfall wichtig, damit zum Beispiel möglichst schnell nach einem Herzstillstand mit der Herzdruckmassage begonnen werden kann. So lässt sich verhindern, dass das Gehirn dauerhaft geschädigt wird.

    Die bei der Feuerwehr angesiedelten Helfer werden "First Responder" genannt, die ehrenamtlichen Retter bei Hilfsorganisationen "Helfer vor Ort". Die rechtlichen Regelungen für solche ehrenamtlichen Einsätze sind bundesweit sehr unterschiedlich. In Bayern ist die organisierte Erste Hilfe im Rettungsdienstgesetz definiert. Hintergrund ist laut Innenministerium, dass das Versorgungsnetz des Rettungsdienstes nie so ausgeweitet werden kann, dass jede Person in Not innerhalb weniger Minuten erreicht werden kann.

    Ersthelfer auf dem Land deutlich schneller vor Ort

    Im Norden und im Osten Deutschlands gibt es laut der Studie der ADAC Stiftung ein weit weniger dichtes Netz von Rettern. Dabei ist der Zeitvorteil laut Studie erheblich: Gerade in ländlichen, dünn besiedelten Gebieten waren die ehrenamtlichen Helfer bis zu 5,2 Minuten schneller bei den Betroffenen als der Rettungsdienst.