BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite
© BR
Bildrechte: Daniel Karmann/dpa

Kunstminister Bernd Sibler hat in München den Kultursommer "Bayern spielt" vorgestellt. Ziel ist es, Kultur überall im Freistaat wieder erlebbar zu machen.

1
Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

"Bayern spielt": Der Kultursommer kann kommen

Still war es unter Corona. Zu still. Deshalb soll das Projekt "Bayern spielt" der Kulturbranche wieder Leben einhauchen. Bayerns Kulturminister Sibler hofft auf einen "Kultursommer" voller Lebensfreude. Für Kulturschaffende soll es neue Hilfen geben.

1
Per Mail sharen
Von
  • Claudia Kühle
  • Daniel Knopp

Monatelanger Stillstand unter Corona, aber jetzt soll es endlich wieder losgehen: Mit dem Programm "Bayern spielt" will Kunstminister Sibler "Kulturbegegnungen in diesem Sommer dort möglich machen, wo es geht." Während des "Kultursommers" sind im gesamten Freistaat vielfältige Veranstaltungen vor allem im Freien geplant - mit "klugen, verantwortungsvollen Sicherheitskonzepten".

Sibler: "Fulminantes Comeback" geplant

In der Corona-Zeit habe jeder Künstler seinen eigenen Tanz mit dem Teufel gehabt, sagte Bayerns Kunstminister bei der Vorstellung des "Kultursommers" auf einer Pressekonferenz. Kunst und Kultur hätten keine leichte Zeit gehabt.

Digitale Formate seien in der Pandemie ein wertvolles Angebot, doch könnten sie das unmittelbare Kulturerlebnis nicht 1:1 ersetzen, so Sibler. Dank zunehmender Impfmöglichkeiten und Testangebote würden sich aber nun für den Sommer neue Perspektiven für einen Aufbruch in der Kultur ergeben. Damit Kultur wieder "erlebbar und spürbar" wird. Ausgefeilte Hygienekonzepte sollen auch Besucher locken, die noch vorsichtig sind.

Kunstsommer: Ouvertüre in München

Bis zum 30. September sind Konzerte, Theateraufführungen und andere Kulturveranstaltungen geplant. Begleitet wird der Kultursommer durch drei Veranstaltungen, die mit staatlichen Mitteln gefördert werden. Los gehe es am 29. Juni mit einer Eröffnungswoche auf dem Münchner Königsplatz mit Veranstaltungen der Münchner Kammerspiele, des Residenztheaters und einer Konzertreihe des Muffatwerks. Die zweite Veranstaltung sei ein Gartentheaterfestival im Englischen Garten - einem "symbolischen Ort, der bisher für solche Veranstaltungen nur schwer zugänglich war", so Sibler. Wo die Abschlussveranstaltung stattfinden wird, ist noch nicht bekannt - "jedenfalls nicht in der Landeshauptstadt". Der Freistaat nehme für das Programm etwa 10 Millionen Euro in die Hand.

Veranstaltungsübersicht auf "Bayern spielt"

Die Internet-Plattform: "Bayern spielt" ist Kernstück des Projekts. Sie soll die Kultur wieder sichtbar machen und richtet sich gleichermaßen an Veranstalter, Künstler und Besucher. Dort finden sie Informationen über Förderprogramme, Corona-Auflagen und Veranstaltungsorte. Noch befindet sich die Plattform im Aufbau, sie soll aber nach und nach wachsen, wenn Veranstalter und Kommunen ihre Angebote eintragen.

Mehr als 900 Flächen und Veranstaltungsorte stellen Städte und Gemeinden in ganz Bayern, die Bayerische Schlösser- und Seenverwaltung und die Einrichtungen des Kunst- und Wissenschaftsministeriums zur Verfügung, um dem "Kultursommer" ganz besondere Kulissen zu bieten - etwa in Schlössern oder öffentlichen Gärten. Mit völlig neuen Perspektiven soll der öffentliche Raum zurückerobert werden für die Pandemie-geplagten Menschen und die darbende Kultur.

Projektpartner des "Kultursommers" ist der Kulturveranstalter Till Hofmann. Er sieht das Projekt als große Chance:

"Es ist ein Prozess, der auch ein paar Jahre dauern wird. Das kann richtig wachsen, da kann richtig was entstehen. Aber auch für den Tourismus, Naherholung." Till Hofmann, Kulturveranstalter

Die Menschen bräuchten jetzt wieder Nähe, analoge Debatten, verschiedene Meinungen, aber auch wieder ein bayerisches Gefühl von Gelassenheit und Ausgleich, so Hofmann.

Finanzhilfen für Kulturschaffende

Kulturminister Sibler kündigte außerdem finanzielle Hilfen für die Kulturschaffenden an. So gebe es im Rahmen des Sonderfonds des Bundes eine Wirtschaftlichkeitshilfe für kleinere Veranstaltungen sowie ab dem 1. September eine Ausfallabsicherung.

Sie interessieren sich für Themen rund um Religion, Kirche, Spiritualität und ethische Fragestellungen? Dann abonnieren Sie unseren Newsletter. Jeden Freitag die wichtigsten Meldungen der Woche direkt in Ihr Postfach. Hier geht's zur Anmeldung.