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Sechs Städte und Landkreise über Corona-Inzidenzwert 300 | BR24

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Für ganz Bayern gilt von heute an die neue Infektionsschutzverordnung. Das bayerische Kabinett befasste sich nun erneut mit der Corona-Lage im Freistaat und den Schutzmaßnahmen bis Weihnachten.

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Sechs Städte und Landkreise über Corona-Inzidenzwert 300

Seit heute gelten strengere Corona-Regeln im Freistaat. Bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 300 drohen noch striktere Maßnahmen wie etwa Ausgangsbeschränkungen. Das gilt jetzt auch für den Landkreis Freyung-Grafenau.

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Von
  • BR24 Redaktion

Wegen der Corona-Pandemie gelten seit Mitternacht in Bayern strengere Kontaktregeln: Fünf Menschen aus maximal zwei Haushalten dürfen sich privat treffen. In Gebieten mit einer Sieben-Tage-Inzidenz über 300 sollen die Maßnahmen aber noch weiter verschärft werden - bis hin zu lokal begrenzten Ausgangsbeschränkungen.

Seit heute liegt auch der Landkreis Freyung-Grafenau über dieser Schwelle. Nach Angaben des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) wurden hier 356,04 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen verzeichnet. Ab Mittwoch gilt von 20 Uhr abends bis 6 Uhr in der Früh eine allgemeine Ausgangsbeschränkung, wie das Landratsamt bekanntgab. Die eigene Wohnung darf nur noch aus triftigen Gründen verlassen werden, zum Beispiel für die Ausübung des Berufs, für Arzttermine oder Sport an der frischen Luft.

Pflegeeinrichtungen wie Seniorenheime oder Einrichtungen für Menschen mit Behinderung dürfen nur nach Vorlage eines negativen Corona-Tests betreten werden. Alle Besucher müssen eine FFP2-Schutzmaske tragen. An den Schulen soll Wechselunterricht angewendet werden, wenn die Mindestabstände nicht eingehalten werden können.

Das sind die weiteren Corona-Hotspots in Bayern

Weitere Hotspots in Bayern sind derzeit die Städte Nürnberg (320,62) und Schwabach (344,06) sowie Stadt und Landkreis Passau (556,79 / 346,73) und der Landkreis Regen, wo der Sieben-Tage-Inzidenzwert im Moment knapp unter 400 (391,42) liegt.

Auch in diesen Regionen wurden bereits verschärfte Maßnahmen verhängt, neben strengeren Kontaktregeln auch Einschränkungen an den Schulen. Im Landkreis Regen und im Kreis Passau gelten nächtliche Ausgangsbeschränkungen wie in Freyung-Grafenau. Die Bevölkerung der Stadt Passau darf ihr Zuhause schon seit Samstag nur noch aus triftigen Gründen verlassen, denn die Stadt weist derzeit eine Inzidenz von 556,79 auf.

In Nürnberg gilt wegen der hohen Fallzahlen seit diesem Dienstag ganztägig eine strikte Ausgangsbeschränkung. Außerdem weitet die Stadt die Maskenpflicht und das Alkoholverbot in der Innenstadt aus, beides soll streng kontrolliert werden.

Schwabach: Maßnahmen werden noch bekanntgegeben

In Nürnbergs Nachbarstadt Schwabach ist die Situation mit einer Inzidenz von 344,06 ebenfalls kritisch. Dort würden die Maßnahmen derzeit noch mit der Regierung von Mittelfranken und dem Gesundheitsamt Roth-Schwabach abgestimmt, hieß es auf der Homepage der Stadt.

Hotspots sollen strikte Kontaktbeschränkungen erlassen

Aus Sicht der Staatsregierung sollten Bayerns Kommunen mit sehr hohen Corona-Fallzahlen mit möglichst konsequenten Maßnahmen die Kontaktbeschränkungen verschärfen. Es sei hier sinnvoll, "eher mehr als weniger zu tun", sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts in München. Die seit Dienstag geltende Infektionsschutzverordnung biete den Städten und Kreisen dazu ein Bündel von Möglichkeiten - angefangen bei Ausgangsbeschränkungen bis hin zur Schließung von Läden und Dienstleistungen, die nicht für den täglichen Bedarf notwendig seien.

Insbesondere in Regionen, wo die sogenannte Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche sehr hoch sei, erfordere es leider einen solchen "Kraftakt", um die Infektionsdynamik wieder in den Griff zu bekommen.

LGL meldet 3.119 Corona-Neuinfektionen in Bayern

In Bayern sind den Behörden in den vergangenen 24 Stunden 3.119 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. 75 Corona-Infizierte sind nach Angaben des LGL gestorben. Insgesamt haben sich seit Beginn der Pandemie im Freistaat 210.660 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 148.500 gelten inzwischen als genesen.

(Stand der Inzidenzen: 1. Dezember, 8 Uhr, LGL Bayern, am Abend wurde der Artikel um die Stadt Schwabach ergänzt.)

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