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Zwei Wochen Maskenpflicht im Unterricht ab Klasse 5 | BR24

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Ministerpräsident Markus Söder verkündet nach dem Schulgipfel eine Maskenpflicht für die ersten zehn Tage des Schuljahres. Er wolle so das Infektionsgeschehen in den Schulen eindämmen.

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Zwei Wochen Maskenpflicht im Unterricht ab Klasse 5

Zum Start des neuen Schuljahres wird an den weiterführenden Schulen in Bayern zwei Wochen lang eine Maskenpflicht im Unterricht gelten - für Schüler und Lehrer. Darauf verständigten sich die Teilnehmer eines Schulgipfels. Der Ticker zum Nachlesen.

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14.00 Uhr: Kabinett will Maßnahmen beschließen

Am Dienstagvormittag kommt das bayerische Kabinett zusammen - und will die auf dem Schulgipfel besprochenen Maßnahmen offiziell beschließen. BR24 überträgt die anschließende Pressekonferenz im Livestream und berichtet ausführlich über die Entscheidungen des Kabinetts.

13.48 Uhr: Söder: Ereignisse vor Reichstagsgebäude eine Zäsur

Ein Großteil der Bevölkerung in Deutschland trage die Anti-Corona-Maßnahmen mit, betonte Söder mit Blick auf die Debatte über die Corona-Demo am Samstag in Berlin. Ein sehr kleiner Teil der Menschen gehe aber immer aggressiver dagegen vor. Was in Berlin vor dem Reichstagsgebäude passiert sei, sei eine "Zäsur", auf die man auch reagieren müsse. Es gelte das Versammlungsrecht, aber es werde bei Demonstrationen in Auflagen geben, die eingehalten werden müssten. "Der Schutz der Demokratie steht an oberster Stelle."

Geschockt habe ihn, dass in Berlin Reichskriegsflaggen geschwenkt worden seien. Das sei aus seiner Sicht unerträglich, betonte Söder. Er rate jedem, der auf eine solche Demo gehe, genau zu überlegen, "mit wem er demonstriert und mit wem er sich dann gemein macht". Deswegen sei sein dringender Wunsch, bei den Demos nicht nur körperlichen Abstand zu halten, "sondern auch geistigen".

13.45 Uhr: Maskenpflicht im Unterricht gilt auch für Lehrer

Die zeitlich begrenzte Maskenpflicht im Unterricht an weiterführenden Schulen gilt laut Kultusminister Piazolo sowohl für Schüler als auch für Lehrer.

13.35 Uhr: Schulleiter verlangen mehr Entlastung

Andreas Fischer vom Bayerischen Schulleitungsverband appellierte an die Politik, für mehr Entlastung und Unterstützung durch externe Kräfte zu sorgen.

13.30 Uhr: Bessere technische Ausstattung gefordert

Krefting forderte zudem eine bessere technische Ausstattung der Schulen und Lehrer. Viele Schulen seien für den Distanzunterricht nach wie vor nicht optimal ausgestattet.

13.26 Uhr: Lehrerverbände: Maßnahmen ständig überprüfen

Die Präsidentin der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Lehrerverbände, Walburga Krefting, begrüßte es, dass die temporären Maskenpflicht im Unterricht nicht für Grundschulen gilt. Zugleich verlangte sie, alle Maßnahmen müssten ständig überprüft werden.

Masken seien aber nur ein Baustein beim Infektionsschutz. Krefting sprach unter anderem von Plexiglaswänden, Einzeltischen, automatischen Desinfektionsspendern und Luftreinigungsanlagen. Hier müsse es Investitionen geben, forderte sie.

13.19 Uhr: Landesschülersprecher: Vorsicht besser als Nachsicht

Der bayerische Landesschülersprecher Joshua Grasmüller zeigt Verständnis für die zeitlich begrenzte Maskenpflicht im Unterricht. Vorsicht sei besser als Nachsicht, sagte er. Es gelte, sich in der Corona-Krise an den schwächsten Schülern und Lehrkräften zu orientieren, betonte er mit Blick auf den Infektionsschutz.

13.12 Uhr: Kultusminister Piazolo verteidigt temporäre Maskenpflicht im Unterricht

Die zeitlich begrenzte Maskenpflicht ist laut Kultusminister Piazolo zwar ein "saurer Apfel", aber eine Maßnahme, "die für den Schulstart durchaus wertvoll ist". Denn sie gebe in den ersten neun Tagen eine gewisse Sicherheit. "Wir wollen in der Schule, und das ist sehr wichtig, kein Risiko eingehen."

13.07 Uhr: Mehr Schulbusse geplant

Söder kündigte zudem an, dass es mehr Schulbusse geben soll. Die zusätzlichen Kosten werde der Freistaat Bayern übernehmen.

13.05 Uhr: Maskenpflicht im Unterricht für zwei Wochen

Die Maske ist laut Söder der wirksamste Schutz vor Corona, den es bisher gebe. "Die Maske ist besser als Schulausfall", betonte er. Auf dem Schulhof, in Gängen und auf Toiletten gelte die Maskenpflicht in Schulen ja bereits. Zum Start des Schuljahres sollen Schüler ab Klasse 5 die ersten zwei Wochen lang auch im Unterricht eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen müssen, wie Söder sagte. Danach werde das Infektionsgeschehen über regionale Maskenpflicht entscheiden: Sie werde in Landkreisen ab 35 Infektionen pro 100.000 Einwohner greifen.

Für Grundschulen gilt die zeitlich begrenzte generelle Maskenpflicht nicht.

12.57 Uhr: Söder: Regelunterricht hat Priorität

Zum Auftakt der Pressekonferenz bekräftige Ministerpräsident Söder. dass der Regelunterricht klar Priorität habe. "Vollunterricht steht vor Distanzunterricht."

12.42 Uhr: Pressekonferenz im Livestream

Im Anschluss an den Schulgipfel informieren Ministerpräsident Markus Söder (CSU), Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) sowie Vertreter von Verbänden über die Ergebnisse der Beratungen.

BR24 zeigt die Pressekonferenz ab 12.55 Uhr im Livestream.

12.12 Uhr: Grüne pochen auf Bildungsgerechtigkeit

Die Grünen-Landtagsfraktion mahnte vor dem Schulgipfel, auch in Corona-Zeiten müsse Bildungsgerechtigkeit sichergestellt werden. "Kein Kind darf zurückbleiben", betonte Fraktionschefin Katharina Schulze. Die Grünen legten daher ein Maßnahmenpapier für Schule in Corona-Zeiten vor. Die vorgeschlagenen Schritte sollen das Infektionsrisiko möglichst gering halten und eine schnelle Reaktion im Ernstfall ermöglichen.

"Regelmäßige Tests, Smart Distancing statt Social Distancing, endlich eine umfangreiche digitale Ausstattung für die Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler und die passende Infrastruktur für das Lernen in der Schule – die Ideen gibt es schon lange", sagte Schulze und warf der Staatsregierung Versäumnisse in der Bildungspolitik vor. Es sei unverständlich, dass noch immer vieles nicht geändert worden sei.

11.35 Uhr: Lehrerverband kritisiert Politik der Staatsregierung

Der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) kritisierte im BR die Politik der Staatsregierung. Bei dem aktuellen Lehrermangel sei ein normaler Unterricht unter Pandemie-Bedingungen nicht zu schaffen, sagte BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann und beklagte: "Es werden Löcher gestopft, es wird eine Show gefahren. Wir können die Löcher nur so stopfen, so viele wir sind."

10.48 Uhr: Debatte über Maskenpflicht im Unterricht

Mit Spannung erwartet wird insbesondere das Ergebnis der Debatte über eine mögliche Maskenpflicht im Unterricht. Der aktuelle Rahmen-Hygieneplan des Kultusministeriums sieht vor, dass eine solche Maskenpflicht in allen Landkreisen gelten soll, in denen es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 20 nachgewiesene Infektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) gab.

Diese Regelung wird vom Elternverband "Familien in der Krise" kritisiert. Diese Grenze liege unter der offiziellen Warnstufe von 35 Infektionen. Eine Mund-Nasen-Bedeckung sei verglichen mit den gesamtgesellschaftlichen Einschränkungen unverhältnismäßig.

Bisher hatte als einziges Bundesland Nordrhein-Westfalen eine generelle Maskenpflicht im Unterricht an weiterführenden Schulen eingeführt, die Regelung läuft aber heute wieder aus. Die Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Lehrerverbände (abl) warnte am Wochenende vor einer generellen Maskenpflicht im Klassenzimmer: "Das Tragen von Masken im Unterricht erschwert bzw. verhindert in vielen Lehr- und Lernsituationen das pädagogische Arbeiten. Es kann daher nur eine regional und zeitlich begrenzte Maßnahme darstellen und muss, gemeinsam mit allen Maßnahmen des Hygieneplans, permanent auf den Prüfstand gestellt werden."

10.37 Uhr: Schulgipfel zum Unterricht in Corona-Zeiten

Eine Woche vor dem Ende der Sommerferien berät Ministerpräsident Markus Söder (CSU) mit Vertretern von Lehrerverbänden, der Direktorenvereinigungen, der Elternverbände und des Landesschülerrats über die notwendigen Hygienemaßnahmen in den Schulen in Corona-Zeiten. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Rahmenbedingungen im neuen Schuljahr einen Regelbetrieb ermöglichen können.

Bisher ist geplant, dass alle Schulkinder zum Schuljahresbeginn am 8. September ins Klassenzimmer zurückkehren. Ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu den Lehrkräften, regelmäßiges Lüften und Masken im Schulgebäude sind Pflicht. Ein Vier-Stufen-Plan soll regeln, wie Schulen auf steigende Infektionszahlen und einzelne Infektionen unter Schülern reagieren sollen.

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