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Photovoltaik-Freiflächenanlage im niederbayerischen Pocking
© pa/dpa/Luftbild Bertram

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Heike Fritz
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Photovoltaik-Freiflächenanlage im niederbayerischen Pocking

Die 18 Projekte bekommen die Einspeisevergütung garantiert. Das ist umso bemerkenswerter, weil Bayern beim Bau von Freiflächen-Photovoltaik-Anlagen lange das Nachsehen hatte, weil im Freistaat Flächen knapp und teuer waren.

Der Grund für die radikale Veränderung: Zum 1. Juni trat das Gesetz der Staatsregierung in Kraft, das bislang gesperrte Ackerflächen wieder für Solarparks freigibt. Zudem haben die Pachtpreise auch in Ostdeutschland merklich angezogen, so dass der Freistaat wieder konkurrenzfähig wird, heißt es aus der Solarbranche.

Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) bewertete den Kurs der Staatsregierung als Erfolg. Bayern habe als eines der ersten Bundesländer eine solche Öffnungsklausel für Solarparks auf Äckern in Kraft gesetzt: "Damit haben wir bayerische Projekte in die Lage versetzt, wettbewerbsfähige Angebote abzugeben. Der Ausbau von Freiflächenanlagen in Bayern kommt weiter voran."

Alle 18 erfolgreichen bayerischen Projekte sollen laut Bundesnetzagentur auf landwirtschaftliche Flächen entstehen. Es gibt aber auch Kritik an den Solarzellen auf dem Acker - wegen der Optik, und weil sie Land beanspruchen, das dann der Landwirtschaft fehlt. Die bayerische Verordnung erlaubt daher auch maximal 30 Solarparks jährlich, und nur auf schlechten Böden.

Solarstrom wird billiger

Dass nun mehr Flächen für Solarparks zur Verfügung stehen, hat den daraus gelieferten Photovoltaik-Strom deutlich billiger gemacht: Die Einspeisevergütung beträgt nun durchschnittlich nur noch 5,66 Cent pro Kilowattstunde - fast ein Cent weniger als bei der letzten Ausschreibung. Die Bundesnetzagentur bewertet das als großen Erfolg: "Eine so deutliche Senkung des Preisniveaus hat es seit Beginn der Ausschreibungen noch nicht gegeben und ist ein deutliches Zeichen für den durch die Erweiterung der Flächenkulisse gewachsenen Wettbewerb“, so der Vizepräsident der Behörde, Peter Franke.