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Bayern verschärft Bußgelder bei Verstößen gegen Corona-Auflagen | BR24

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Markus Söder äußert sich zu neuen Entwicklungen des Coronavirus in Bayern.

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    Bayern verschärft Bußgelder bei Verstößen gegen Corona-Auflagen

    Bayern wird die Bußgelder bei Verstößen gegen die Masken- oder Quarantänepflicht deutlich erhöhen. Das kündigte Ministerpräsident Söder an. Außerdem soll die Polizei die Einhaltung der Regeln mit kontrollieren.

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    Der Freistaat Bayern wird die Bußgelder bei Verstößen gegen das Masken- und Quarantänepflicht deutlich erhöhen. Das hat Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montagvormittag in München angekündigt. So kostet es künftig 250 Euro, wenn im öffentlichen Nahverkehr oder in Läden keine Maske getragen wird (bisher 150 Euro). Bei mehrfachen Verstößen wird ein Bußgeld von 500 Euro fällig. Wer sich trotz Anordnung nicht in Quarantäne begibt, muss künftig 2.000 Euro zahlen, doppelt so viel wie bisher. Die neuen Regeln gelten ab Dienstag, 25. August 2020.

    Söder: Steigende Zahlen durch Reiserückkehrer und Leichtsinn

    Die Polizei solle die Überwachung der Masken- und Quarantänepflicht ergänzen, sagte Söder vor Journalisten. Bislang waren hierfür nur die Gesundheitsbehörden zuständig. Als Gründe für die steigenden Corona-Zahlen nannte Söder die Urlaubsheimkehrer sowie Heimkehrer, die Familie in Ost- und Südosteuropa besucht haben, und Leichtsinn.

    Mit Blick auf die Ministerpräsidentenkonferenz am Donnerstag forderte Söder einen bundesweit einheitlichen Mechanismus, wie bei steigenden Fallzahlen vorgegangen wird, beispielsweise bei Bußgeldern und einer fallweisen Ausweitung der Maskenpflicht. Beispielsweise könnten einheitliche Untergrenzen bei Bußgeldern vereinbart werden.

    "Ich glaube, dass diese Woche eine ganz entscheidende Woche ist", sagte Söder. "Wenn wir auf der Ministerpräsidentenkonferenz keinen verbindlichen Rahmen bekommen, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass wir negative Entwicklung nicht mehr verhindern können."

    Neue Corona-Beschränkungen für Rosenheim nach steigenden Infektionszahlen

    Am Wochenende hatte die Stadt Rosenheim den 7-Tage Grenzwert der Corona-Infektionen überschritten. Der Wert lag am Sonntag bei 53,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Damit ist die nicht nur bayern-, sondern auch bundesweit vereinbarte Schwelle für verschärfte Beschränkungen im öffentlichen Leben überschritten. Deshalb gelten in Rosenheim von nun an unter anderem stärkere Beschränkungen für private Veranstaltungen und für Gruppen in der Öffentlichkeit für die Stadt Rosenheim.

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