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Chorprobe unter Corona-Bedingungen in Berlin, aufgenommen im Juni 2020

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    Laienmusiker dürfen ab 21. Mai wieder proben

    Nach Monaten ohne gemeinsames Üben dürfen Laienmusiker und Amateur-Ensembles in Bayern wieder zusammen spielen. Unter strengen Hygieneauflagen werden Proben ab 21. Mai wieder erlaubt, wenn der Inzidenzwert vor Ort stabil unter 100 liegt.

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    Von
    • Maximilian Heim

    Lange mussten sie warten, nun gibt es auch für Laienmusiker und Amateur-Ensembles in Bayern Licht am Ende des Corona-Tunnels: Ab 21. Mai wird der Probebetrieb in Bayern wieder erlaubt, wie Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) nach einer Sitzung des Kabinetts erklärte. Möglich wird das Üben demnach mit bis zu 20 Leuten im Freien und maximal zehn Leuten in geschlossenen Räumen. Bedingung: Der Inzidenzwert vor Ort muss stabil unter 100 liegen.

    Es handle sich um einen "Eckpfeiler der bayerischen Kulturszene", sagte Herrmann. Ob Laienmusiker und Theatergruppen auch wieder Auftritte durchführen dürfen, ist allerdings weiterhin offen. Auch die genauen Hygieneauflagen für die gemeinsamen Proben sind noch nicht bekannt - Abstand halten, Lüften sowie Mindestabstände beim Einsatz von Blasinstrumenten und Gesang werden aber dazugehören. Laut der Staatskanzlei machen das Wissenschafts- und das Gesundheitsministerium gemeinsam ein "Rahmenygienekonzept" bekannt.

    Proben häufig nur mit negativem Test oder Impfschutz

    Und es gibt eine weitere Einschränkung: Wer proben will, muss ein negatives Corona-Testergebnis oder vollständigen Impfschutz haben - jedenfalls wenn der Inzidenzwert vor Ort zwischen 50 und 100 liegt. Das teilte das bayerische Kunstministerium am Nachmittag mit.

    Demnach ist die Teilnahme an einer Probe in diesem Fall "ausschließlich mit Nachweis einer vollständigen Impfung bzw. Genesung, einem vor höchstens 24 Stunden vorgenommener POC-Antigentest oder Selbsttest oder einem vor höchstens 48 Stunden vorgenommenen PCR-Test möglich".

    Bayern: Bald wohl auch Kulturveranstaltungen draußen

    Generell sollen Kulturangebote in Bayern in den kommenden Wochen ausgedehnt werden. Ab 21. Mai sollen laut Herrmann auch Kulturveranstaltungen im Freien möglich sein - schon seit heute sind entsprechende Aufführungen bei einem stabilen Inzidenzwert unter 100 in Innenräumen erlaubt. Konkret geht es dabei unter anderem um Kinos und Theater sowie um Konzert- und Opernhäuser. Die Details zu den Kulturveranstaltungen im Freien werde man im Laufe der Woche noch festlegen, sagte Herrmann.

    Laut dem früheren bayerischen Kunstminister Wolfgang Heubisch (FDP) wurden die gesellschaftlichen Dimensionen des monatelangen Ausfalls von Proben und gemeinsamen Veranstaltungen besonders für die Jugend massiv unterschätzt. Heubisch sagte bei BR24Live, dass junge Leute "praktisch ein Jahr lang nichts mehr tun" konnten. Wie die ganze FDP-Fraktion kritisierte Heubisch, dass bei den angekündigten Öffnungsschritten nur der Inzidenzwert als Maßstab herangezogen wird. Seiner Meinung nach könnte man Proben schon jetzt bayernweit erlauben - angesichts von Testkonzepten und schon jetzt vieler Geimpfter.

    Huber: Schritt für Schritt öffnen

    Die Grünen-Abgeordnete Sanne Kurz erklärte, dass Musikanten und Amateurschauspieler nicht nur gemeinsam proben, sondern auch wieder auftreten wollten. Der CSU-Landtagsabgeordnete Marcel Huber hielt dagegen: Es gelte, Schritt für Schritt vorzugehen. Er hoffe, dass "möglichst bald" auch wieder Konzerte und öffentliche Auftritte möglich sein werden - je nachdem wie sich die Pandemie entwickle. "Aber das macht natürlich nur Sinn in Kombination mit Öffnungen von Gastronomie", betonte Huber.

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