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Archivbild: Mann im Außenbecken einer Therme

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Bayern kündigt weitere Lockerungen im Tourismus an

Neben Hotels und Ferienwohnungen dürfen zum Pfingstwochenende auch Seilbahnen, die Fluss- und Seenschifffahrt sowie Außenbereiche medizinischer Thermen wieder öffnen. Laut Staatskanzleichef Herrmann werden auch Gästeführungen und Busreisen möglich.

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Von
  • Petr Jerabek
  • Maximilian Heim

Eine Schifffahrt, eine Stadtführung, eine Busreise: Pünktlich zum Start der bayerischen Pfingstferien dürfen in Landkreisen und Städten mit niedrigen Corona-Zahlen nicht nur Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze öffnen - das Kabinett hat heute auch den Weg für weitere Erleichterungen im Tourismus freigemacht. In Kommunen mit einer stabilen 7-Tage-Inzidenz unter 100 ist ab 21. Mai der Betrieb von Seilbahnen wieder möglich. Auch die Fluss- und Seenschifffahrt im Ausflugsverkehr sowie touristische Bahn- und Reisebusverkehre werden wieder zulässig, wie Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) in München sagte. Stadt-, Kultur-, Berg- und Naturführungen im Freien werden wieder erlaubt, darüber hinaus dürfen die Außenbereiche von "medizinischen Thermen" öffnen.

Gäste müssen für die Nutzung dieser Angebote jeweils einen aktuellen negativen Corona-Test vorlegen - sofern die Inzidenz zwischen 50 und 100 liegt. Für Genesene, vollständig Geimpfte und Kinder unter sechs Jahren gilt die Testpflicht nicht. "Wir wollen im Bereich der touristischen Angebote Erleichterungen machen - jetzt nicht das volle Programm, sondern eben vorsichtig: Schritt für Schritt", erläuterte Herrmann.

Hotels dürfen Schwimmbäder und Fitnessräume für Gäste öffnen

Die Öffnung von Beherbergungsbetrieben hatte die Staatsregierung bereits vergangene Woche angekündigt. Jetzt wurden Details beschlossen: Hotels, Ferienwohnungen, Pensionen, Jugendherbergen und Campingplätze dürfen ab dem Pfingstwochenende wieder öffnen, die Anreise der ersten Gäste ist ab 21. Mai möglich. Diese müssen einen maximal vor 24 Stunden vorgenommenen negativen PCR- oder Schnelltest (oder Selbsttest unter Aufsicht) vorlegen. Alle 48 Stunden wird ein weiterer Test nötig.

Die Beherbergungsbetriebe dürfen ihre Gäste auch im Innenbereich bewirten - bis 22 Uhr. Für Übernachtungsgäste dürfen zudem Kur-, Therapie- und Wellnessangebote öffnen, also etwa Schwimmbäder, Fitnessräume und Solarien.

Aiwanger: Ein Stück Normalität kehrt zurück

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) zeigte sich sehr erfreut darüber, "dass die touristischen Übernachtungsangebote ab 21. Mai jetzt endlich" in Kommunen mit einem Inzidenzwert unter 100 geöffnet werden könnten. Er verwies auf den nötigen Vorlauf von acht Tagen: "Das heißt also: Wenn man am 14. Mai unter 100 ist, dann kann man am 21. Mai öffnen." Dieser Vorlauf sei für die Organisation auch nötig. Die Erleichterungen für Seilbahnen, Schifffahrt und Gästeführer runden das touristische Angebot laut dem Minister ab.

Die Tourismuswirtschaft sei auf diese Öffnungen angewiesen, betonte Aiwanger. Sehr viele seien am Rand der Existenzgefährdung, "viele haben schon das Handtuch geworfen". Die beschlossenen Schritte seien jetzt nötig und auch verantwortbar - schließlich gebe es mittlerweile Tests und Impfungen. Mit diesen Öffnungen kehre ein "großes Stück gesellschaftliche Normalität in unser Land" zurück.

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Nach Monaten ohne gemeinsames Üben ürfen Laienmusiker und Amateur-Ensembles in Bayern wieder zusammen üben. Ab 21. Mai ist das unter einer Inzidenz von 100 möglich.

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