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Bayern im Corona-Jahr 2020 seltener krank, dafür aber länger | BR24

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Bayern im Corona-Jahr 2020 seltener krank, dafür aber länger

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    Bayern im Corona-Jahr 2020 seltener krank, dafür aber länger

    Der Krankenkasse DAK zufolge waren Beschäftigte in Bayern im letzten Jahr zwar seltener, dafür aber länger arbeitsunfähig geschrieben. Häufigste Ursache für Fehltage seien Rückenschmerzen oder andere Probleme mit dem Muskel-Skelett-System.

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    • BR24 Redaktion

    Die Menschen in Bayern waren im Corona-Jahr 2020 seltener krankgeschrieben - dafür aber länger. Die Krankschreibungen gingen insgesamt zwar um 14,1 Prozent zurück, ein einzelner Fall dauerte im Schnitt aber 15,7 Prozent länger als noch 2019, wie eine am Freitag veröffentlichte Auswertung des Krankenstands von rund 352.000 erwerbstätigen DAK-Versicherten in Bayern ergab.

    Beschäftigte waren meist 14 Tage lang krank

    Insgesamt lag der Krankenstand im Freistaat damit bei 3,7 Prozent und somit leicht unter dem Wert von 2019 (3,8). Die Dauer der Krankschreibung hat sich der Analyse der DAK-Daten zufolge deutlich verlängert. Über alle Erkrankungsarten hinweg habe die durchschnittliche Krankschreibung 14 Tage und somit 1,9 Tage länger als 2019 gedauert. Die bayerische DAK-Chefin Sophie Schwab sagte, man sehe "mehr langwierige Fälle". Und für längerfristig Erkrankte sei die aktuelle Lockdown-Lage besonders schwierig. Die Rückkehr in die Arbeitswelt unter diesen Bedingungen sei für diese Gruppe "deutlich problematischer".

    Rückenschmerzen und psychische Erkrankungen überwiegen

    Häufigste Ursache für Fehltage sind Rückenschmerzen oder andere Probleme mit dem Muskel-Skelett-System. Jeder DAK-Versicherte habe vergangenes Jahr im Schnitt drei Ausfalltage deshalb gehabt - das sind etwa acht Prozent mehr als 2019. "Durch Corona hat sich die Arbeitswelt drastisch gewandelt", erläuterte die bayerische DAK-Chefin. Homeoffice empfänden die meisten Beschäftigten zwar als Entlastung, es zeigten sich aber auch erste negative Gesundheitsfolgen dadurch, sagte sie.

    Zweitwichtigster Grund für Krankschreibungen in Bayern seien vergangenes Jahr Seelenleiden gewesen. Sie hätten gegenüber 2019 um 3,5 Prozent zugenommen und seien für jeden sechsten Ausfalltag verantwortlich gewesen. Die Ausfallzeiten wegen Atemwegserkrankungen blieben 2020 weitgehend konstant. Mit 14 Prozent am gesamten Krankenstand sind sie die drittbedeutendste Krankheitsart.

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