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Bayern fördert ab März extraschnelle Gigabit-Internetanschlüsse | BR24

© Arne Wilsdorff

Bayern fördert ab März extraschnelle Gigabit-Internetanschlüsse

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Bayern fördert ab März extraschnelle Gigabit-Internetanschlüsse

Ländliche Kommunen Bayerns werden auf ihrem Weg zum Glasfaser-Anschluss bald überall vom Freistaat unterstützt - auch dort, wo das bisher nicht möglich war. Der 200-Megabit-Anschluss soll 2025 Mindeststandard sein, verspricht die Staatsregierung.

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Der Freistaat wird ab März auch dort den Ausbau des Gigabit-Internets fördern, wo bereits 30-Megabit Leitungen liegen. Bis zum Jahr 2025 will die Staatsregierung bayernweit Gigabit-Breitbandversorgung erreichen.

Mehr als zwei Millionen Haushalte auf dem Land surfen schon schnell

Für Bayerns Finanz- und Heimatminister Albert Füracker (CSU) ist die Versorgung aller Landesteile mit schnellem Internet ein zentraler Punkt bei der Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse im Freistaat. Weil die Privaten auf dem Land nicht freiwillig investieren, hat Bayern allein in den letzten sieben Jahren über eine Milliarde Euro Fördermittel an Kommunen bezahlt und so 2,3 Millionen Haushalten schnelles Internet ermöglicht. Vor allem in Gemeinden fernab der Ballungsräume - dort leben in Bayern 70 Prozent der Bevölkerung - sollen Glasfaserkabel Gewerbebetriebe mit dem Ein-Gigabit-Internet versorgen. Privathaushalte bekommen mindestens einen 200-Megabit-Zugang.

Füracker: Auch ärmere Gemeinden werden sich Netzausbau leisten können

Uwe Brandel, Präsident des Bayerischen Gemeindetages, ist mit dem Ausbauprogramm und den Fördersummen von bis zu 8 Millionen Euro pro Kommune weitgehend zufrieden. Allerdings könne der Eigenanteil an den Netzausbaukosten für ärmere Gemeinden schnell sehr teuer werden.

Am fehlenden Geld soll der Ausbau des Gigabit-Internets aber nicht scheitern, so Bayerns Heimatminister Füracker. Für kleine, finanzschwache Gemeinden werde deshalb ein Härtefonds eingerichtet. Außerdem könnten Kommunen die von ihnen mit Staatszuschüssen erstellten Glasfasernetze künftig auch verpachten.

Breitband-Ausbau ist auch von Faktoren vor Ort abhängig

In zwei Wochen werden die genauen Förder-Richtlinien fertig sein, verspricht Füracker, dann könnten die Gemeinden ihre Anträge stellen. Ob die ehrgeizigen Breitband-Ausbau-Ziele tatsächlich erreicht werden hängt für den Heimatminister aber nicht allein von der Politik ab. Entscheidend seien intelligente Planung vor Ort, genügend Tiefbaukapazität bei den Firmen und nicht zuletzt die Bereitschaft von Betrieben und Privatleuten, Gigabit-Leitungen dann auch zu bestellen.

© BR

Bayern kann den Ausbau des superschnellen Internets künftig auch überall dort fördern, wo es schon relativ gute Leitungen gibt. Nachdem die EU das genehmigt hat, hat Bayerns Finanz- und Heimatminister Füracker jetzt die genauen Pläne vorgestellt.

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