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Ferienbetreuung in Bayern zu Corona-Zeiten | BR24

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Die Sommerferien sind fast schon wieder vorbei. Was jetzt noch tun mit den Kindern? Das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus hat zusammen mit dem Bayerische Jugendring zusätzliche Angebote für Kinder und Jugendliche aufgelegt.

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Ferienbetreuung in Bayern zu Corona-Zeiten

Trotz Corona sind heuer mehrere Zehntausend Kinder in bayerischen Ferienprogrammen untergekommen. Christian Schroth vom Bayerischen Jugendring BJR sagt, trotz widriger Bedingungen sei "eine bunte Landkarte" an Programmen im Freistaat entstanden.

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Von
  • Veronika Scheidl
  • Matthias Lauer
  • Barbara Leinfelder

Das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus hat zusammen mit dem Bayerischen Jugendring (BJR) zusätzliche Angebote für Kinder und Jugendliche aufgelegt. Die Ferienbetreuung des Stadt- und Kreisjugendrings, der Malteser, des Roten Kreuzes und weiterer Einrichtungen organisieren seit Jahren ein Ferienprogramm für Kinder und Jugendliche.

Betreuer, Eltern und Kinder zufrieden

Von den Betreuern habe er bislang "positive Rückmeldungen" erhalten, berichtet BJR-Referent Christian Schroth: "Man muss ja bedenken: Im Juni wussten wir alle noch nicht, ob es Sommerferien in dem Sinne überhaupt geben wird." Viele Träger hätten sich innerhalb kürzester Zeit viel Mühe gemacht, er denke, dass "der Bedarf der Eltern, die Betreuung für ihre Kinder brauchen, in diesem Jahr sehr gut abgedeckt wurde".

Programm fand wegen Corona meistens draußen statt

Für die Veranstalter bedeutete das viel Arbeit: Mehr als 80 Angebote hat allein der Augsburger Stadtjugendring im Ferienprogramm "Tschamp" zusammengestellt - vom Minigolfen bis zum T-Shirt-Batiken. Vieles musste coronabedingt ins Freie verlagert werden. Die Nachfrage sei dennoch in etlichen Bereichen riesig gewesen.

Kein Ferienlager, dafür ausgebuchte Schwimmkurse

Beim Kreisjugendring Augsburg hätten, so Geschäftsführerin Sabine Landau, die Schwimmkurse doppelt und dreifach belegt werden können. Das traditionelle Ferienlager dagegen musste gestrichen werden. Viele Eltern würden ihre Kinder derzeit lieber nicht außer Haus übernachten lassen wollen. Stattdessen werden die Buben und Mädchen morgens gebracht und abends wieder abgeholt.

Essen vom Caterer statt gemeinsames Kochen

Die Betreuer müssen heuer so einiges neu organisieren: Das Essen etwa wird im Ferienkurs nicht mehr zusammen gekocht, sondern kommt vom Caterer oder wird als Brotzeit von zuhause mitgebracht. Und weil viele Städte und Kommunen in Sachen Ferienprogramm auf die Bremse getreten sind, fehlen den Trägern etliche Einnahmen, etwa aus dem Spielmobilverleih.

Maske tragen – für Kinder kein Problem

Nelly Schulz vom Kinder- und Jugendclub des Bayerischen Landesjugendring betreut das Angebot der Sommerferienbetreuung in Augsburg. Da gibt es Fahrten zum Affenberg nach Salem, GEO-Caching im Wald sowie Tanz- und Malkurse. Die Kinder kämen gut mit den Corona-Maßnahmen klar, sagt Schulz: "Die nehmen das völlig unkompliziert hin. Wenn im Umgang eine Maske nötig ist, dann machen die das halt." Und die Kinder würden sich freuen, endlich wieder was mit Freunden unternehmen zu können und rauszukommen.

Erleichterung bei den Eltern

Für die Eltern bedeute das Ferienprogramm vor allem, dass sie ihre Kinder gut versorgt wüssten, weil sie selbst oft schon wieder arbeiten müssten, sagt Schulz. Manche Mütter und Väter haben ihr Urlaubskontingent bereits ausgeschöpft. Deshalb bietet beispielsweise der Augsburger Stadtjugendring eine Notbetreuung an. "Wir haben zwei Gruppen laufen, wo der Stadtjugendring die Notbetreuung übernimmt, denn es ist natürlich schwierig, wenn Arbeitnehmer ans Ende ihrer Urlaubstage kommen", sagt Robert Mailer, Regionalleiter des Stadtjugendrings Augsburg.

Für den Rest der Sommerferien gibt es noch Angebote im Ferienprogramm, abrufbar auf der Internetseite des Bayerischen Jugendrings www.bjr.de.

Vorbereitung auf kalte Jahreszeit

Für den Herbst denkt Mailer indes schon weiter. Für ihn ist klar, dass auch dann viele Angebote für Kinder und Jugendliche im Freien stattfinden müssen: "Wir überlegen uns gerade tatsächlich, ob wir Heizpilze anschaffen, damit wir länger draußen für die Kids was machen können, abseits vom Ferienprogramm."

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Die Sommerferien sind und waren für viele Familien eine Herausforderung, weil sie wegen Corona keine freien Tage mehr hatten. Deshalb wurden zusätzliche Ferienbetreuungs-Angebote für Kinder und Jugendliche aufgelegt.

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