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Bayern-FDP will mehr Frauen in den eigenen Reihen | BR24

© dpa-Bildfunk/Daniel Karmann

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Bayern-FDP will mehr Frauen in den eigenen Reihen

Auf ihrem Landesparteitag hat die Bayern-FDP nach langer Diskussion beschlossen, wie sie den Frauenanteil in den eigenen Reihen erhöhen kann. Bereits am Samstag wurden Positionen zum Umweltschutz verabschiedet.

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Quote ist ein Reizwort für viele Mitglieder der bayerischen FDP. Ein Antrag vom Landesvorstand, von der Landtagsfraktion und der Bayerischen Landesgruppe der FDP im Bundestag soll helfen, den Frauenanteil zu erhöhen.

Heute hat die Partei beim Landesparteitag in Erlangen darüber diskutiert und schlussendlich den Antrag zur Frauenförderung mit deutlicher Mehrheit beschlossen: ein ausgewogenes Verhältnis von Männern und Frauen bei den ersten beiden Listenplätzen bei Bundestags-, Landtags- und Bezirkstagswahlen. Bis 2023 will die FDP 1.000 neue weibliche Mitglieder gewinnen.

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf etwa möchte die Partei durch ein besseres Sitzungsmanagement, vermehrtem Einsatz von Videokonferenzsystemen und eine bessere Kinderbetreuung erleichtern.

FPD-Landeschef Föst: Wir setzen uns ehrgeizige Ziele

Schon im Vorfeld hatte die Landtagsabgeordnete Julika Sandt eine kontroverse Debatte erwartet. Und dazu kam es dann auch.

Die bayerische FDP hat ihre Mitgliederzahl in den vergangenen beiden Jahren laut eigenen Angaben um 50 Prozent steigern können. Aber: Nur 18 Prozent der neuen Mitglieder sind Frauen.

"Wir setzen uns ehrgeizige Ziele, was die Sichtbarkeit von Frauen anbelangt", sagte der Landesvorsitzende Daniel Föst: "Um das zu erreichen, wollen wir ein Drei-Säulen-Modell einführen – erhöhte Sichtbarkeit von Frauen, mehr weibliche Neumitglieder und eine Parteikultur, die Engagement von Frauen fördert."

Dagegen argumentierte Florian Kuhl, Bezirksvorsitzender der Jungen Liberalen in Unterfranken. Seiner Meinung nach besteht der Antrag aus viel Prosa. Aus Sicht von Kritikern wie Kuhl werde durch den Antrag der Wettbewerb eingeschränkt.

FDP-Mitglied: Der Erfolg der Grünen ist eine Schwäche von uns

Mehrere Frauen sprachen in der Debatte den Wettbewerb mit anderen Parteien an. "Der große Erfolg der Grünen derzeit ist vielleicht auch ein bisschen, das dürfen wir nicht unterschätzen, eine Schwäche von uns, gerade was die Frauen angeht", sagte FDP-Mitglied Sabrina Böcking aus München.

Positionen zum Umweltschutz verabschiedet

Bereits am Samstag wurden Positionen zum Umweltschutz verabschiedet. Die FDP will auf Anreize statt Verbote setzen.

Der Spitzenkandidat der Bayern-FDP zur Europawahl, Phil Hackemann, warb vor den Delegierten für eine Stärkung des Emissionshandels in der Klimapolitik. "Wir brauchen endlich eine gemeinsame, europäische Kraftanstrengung", sagte Hackemann. In der Diesel-Debatte bezieht die Partei klar Position: "Jene KFZ-Hersteller, die betrogen haben, müssen die Kosten der Umrüstung übernehmen", heißt es im Leitantrag.

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  • Johannes Berthoud
  • BR24 Redaktion
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