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Bayern-FDP: Viele Bewerber für Europa | BR24

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Welche Freie Demokraten mischen in Europa mit? Die Bayern-FDP kürt die Kandidaten für die Europawahl

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Bayern-FDP: Viele Bewerber für Europa

Nachdem die bayerische FDP gestern Inhalte und Reformbedarf diskutiert hat, geht es heute in Amberg um die Kür der Kandidaten für die Europawahl. An die 20 Liberale wollen ins Parlament der EU. Nur wer auf Platz 1 landet, hat realistische Chancen.

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Die Tische im Amberger Congress Centrum sind übersäht mit Flyern und Broschüren. An die 20 Liberale versuchen die Delegierten zu überzeugen, dass sie die beste Wahl für Europa wären. Andreas Biele aus München hat Energydrink-Dosen mit seinem Konterfei bedrucken und verteilen lassen. Cécile Prinzbach wirbt mit Macarons, also französischen Keksen, in FDP-Farben für sich.

Kandidaten Speed-Dating

Der Sonntag in Amberg beginnt mit einer Vorstellung der Bewerberinnen und Bewerber. Bei einem Speed-Dating stehen sie an den vier Wänden des Sitzungssaals und erwarten die Delegierten und ihre Fragen. Jede zehn Minuten erschallt ein Gong, dann ziehen die Delegierten weiter.

Europafreundliche Stimmung

Die Europaflagge mit ihren gelben Sternen auf blauem Grund ist häufig zu sehen auf der Delegiertenkonferenz der FDP. Die meisten Bewerber sind klar proeuropäisch eingestellt und warnen vor EU-kritischen Stimmen von Rechtspopulisten.

Die Wahl vor der Wahl

Die FDP entscheidet an diesem Sonntag, wer aus Bayern auf der Liste für die Europawahl stehen soll. Die Nominierung ist aber nur der erste Schritt. Die FDP tritt mit einer deutschlandweiten Liste an, über die bei einer Bundesvertreterversammlung entschieden wird.

Rund zwanzig Liberale bewerben sich an diesem Sonntag für die Europawahlkandidatur. Nur wer von der bayerischen Delegiertenkonferenz auf Platz 1 gewählt wird, bekommt recht sicher einen aussichtsreichen Platz auf der Bundesliste und kann sich Hoffnung machen, ins EU-Parlament einzuziehen. Schon auf Platz 2 stehen die Chancen wesentlich schlechter.

Ausgang offen

Die Wahl soll am frühen Nachmittag stattfinden. Durch die vielen Bewerber könnte sie sich aber verzögern. Der Ausgang ist völlig offen.

Momentan sitzt Nadja Hirsch aus München für die FDP im Europäischen Parlament. Hirsch gibt Bürgerrechte und Digitalisierung als zwei ihrer Schwerpunktthemen an. Ihre Wiederwahl ist nicht sicher.

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Flyer der Kandidatin Nadja Hirsch

Eine Bewerberin, die sich ins Zeug wirft, ist Cécile Prinzbach aus München. Sie ist für eine gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik der EU. Prinzbach hat die Initiative Pulse of Europe in München mitgegründet und ist Mitglied bei der Initiative "En marche" des französischen Präsidenten Emmanuel Macron.

Auch Marina Schuster aus Roth könnte Chancen auf ein gutes Ergebnis haben. Sie saß bis 2013 für die FDP im Bundestag und fordert mehr Transparenz bei Beschlüssen auf EU-Ebene.

Delegierte sehen Reformbedarf

Auf dem Landesparteitag ging es gestern viel um Reformbedarf in der Partei. Ein wichtiger Punkt: Die FDP ist auf dem Land schlecht aufgestellt und hat einen geringen Frauenanteil. Im Landtag sitzen zehn Männer und eine Frau. Diese Probleme will die Partei angehen. Außerdem hat sie einen Leitantrag zur Digitalisierung in Bayern verabschiedet und die Politik der Staatsregierung auf diesem Feld kritisiert.

Trotz lebhafter Debatten ist die Stimmung auf dem FDP-Treffen positiv. Einen Anteil daran wird der erfolgreiche Einzug in den Landtag vor einem Monat haben. Viele Liberale sind zufrieden mit der bayerischen Parteispitze.

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Weitere Information zur Verweildauer

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Auf dem Landesparteitag rief der Bayern-FDP-Parteichef Föst ein hohes Ziel aus: In fünf Jahren sollen die Liberalen ihren Stimmanteil verdoppeln.

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Autor
  • Johannes Berthoud
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