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Bayerns FDP-Chef Föst ist Spitzenkandidat der Liberalen für die Bundestagswahl. Das haben die Delegierten auf der Online-Landesvertreterversammlung entschieden. In seiner Bewerbungsrede kritisierte er die aktuelle Corona-Politik der Bundesregierung.

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Wer für die Bayern-FDP in den Bundestag will

FDP-Landesvorsitzender Daniel Föst ist der Spitzenkandidat der Liberalen für die Bundestagswahl. Gut 400 Delegierte stellten bei der Landesvertreterversammlung die Wahlliste zusammen. Aktuell sitzen zwölf bayerische FDP-Politiker im Bundestag.

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Von
  • Daniel Knopp

FDP-Chef Daniel Föst ist der Spitzenkandidat der bayerischen Liberalen für die kommende Bundestagswahl im September. Das haben die Delegierten auf der virtuellen Landesvertreterversammlung in München entschieden. Mit 340 Stimmen wurde Föst gewählt. 37 Stimmen bekam die einzige Gegenkandidatin Rebecca Herber.

In seiner Bewerbungsrede kritisierte Föst die aktuelle Corona-Politik. Die Regierungen im Bund und in Bayern würden "über alle Bedenken und Ängste hinweg" regieren – "abgehoben und mit einer Sprache der Angst". Mit ihrem "Postulat der Alternativlosigkeit" stolpere die Regierung von Lockdown zu Lockdown, so die Kritik des Spitzenkandidaten.

Föst: "Wir brauchen einen Mutausbruch"

Laut Föst muss die Politik den Menschen wieder stärker in den Mittelpunkt rücken, denn "es ist nicht Aufgabe der Regierung, alles bis ins Klein-Klein vorzuschreiben". Man könne den Menschen vertrauen. Darüber hinaus brauche das Land einen "neuen Aufbruch" und weiter: "Wir brauchen einen Mutausbruch für das gesamte Land, das ist die Mission der Freien Demokraten."

Umfragen sprechen für die FDP

Der Ton der Bewerbungsrede von Föst machte deutlich, dass sich die Liberalen in Bayern bei der Bundestagswahl gute Chancen ausrechnen. Momentan liegt die FDP in Umfragen zwischen neun und zwölf Prozent. Das FDP-Ergebnis der Bundestagswahl 2017 mit 10,7 Prozent könnte also sogar noch übertroffen werden. Nicht "Wir schaffen das", sondern "Wir machen das" hieß es deswegen am Schluss der Rede von Föst.

Listenplatz 2 bekommt Katja Hessel

Auf den zweiten Listenplatz wurde die Nürnberger Bundestagsabgeordnete und Finanzexpertin Katja Hessel gewählt. Die Bundestagswahl bezeichnete sie in ihrer Bewerbungsrede als "Richtungswahl", denn da würde entschieden, ob Deutschland eine "Verteil- und Verbotspolitik" bekommen werde oder ob sich Deutschland zu einer "Chancenrepublik" entwickeln könne.

Deutschland sei nicht nur Hochsteuerland, sondern auch Bürokratieweltmeister und habe bei der Innovationsfähigkeit erhebliches Verbesserungspotential, so die Steuerberaterin.

Karsten Klein landet auf Platz 3

Keine Überraschung auch auf Platz 3, hier wählten die Delegierten den Haushaltspolitiker und Sprecher der bayerischen Landesgruppe in der FDP-Bundestagsfraktion Karsten Klein, der in seiner Bewerbungsrede vor zu viel Staatsschulden in der Corona-Krise warnte.

Die FDP-Landesliste im Überblick

1. Daniel Föst (Wahlkreis: München-Nord)

2. Katja Hessel (Nürnberg-Nord)

3. Karsten Klein (Aschaffenburg)

4. Dr. Lukas Köhler (München-West)

5. Thomas Sattelberger (München-Süd)

6. Stephan Thomae (Oberallgäu)

7. Nicole Bauer (Landshut)

8. Ulrich Lechte (Regensburg)

9. Sandra Bubendorfer-Licht (Altötting)

10. Prof. Dr. Andrew Ullmann (Würzburg)

11. Maximilian Funke-Kaiser (Donau-Ries)

12. Kristine Lütke (Roth)

13. Thomas Hacker (Bayreuth)

14. Muhanad Al-Halak (Deggendorf)

15. Nils Gründer (Amberg)

16. Ulrich Bode (Fürstenfeldbruck)

17. Ines Tegtmeier (Schwandorf)

18. Britta Hundesrügge (Starnberg – Landsberg am Lech)

19. Marc Salih (Erding – Ebersberg)

20. Theresa Ley (Ingolstadt)

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