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Impfstoff von Johnson & Johnson soll diese Woche auch in Bayern eintreffen.

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    Bayern erwartet ab Mittwoch Impfstoff von Johnson & Johnson

    Der Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson steht ab sofort auch der EU zur Verfügung. Mitte dieser Woche sollen 36.000 Dosen in Bayern eintreffen, wie das Gesundheitsministerium dem BR bestätigte. Das Vakzin könnte die Impfkampagne beschleunigen.

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    Von
    • Vera Cornette
    • BR24 Redaktion

    Die Corona-Impfungen mit dem Wirkstoff von Johnson & Johnson können nun auch in der Europäischen Union starten. Der Hersteller beginne am Montag mit der Lieferung an die EU-Staaten, bestätigte die EU-Kommission in Brüssel. Sie erwartet bis Ende Juni bis zu 55 Millionen Dosen des Impfstoffs. Gut 10 Millionen Dosen sollen nach Deutschland gehen.

    Das bayerische Gesundheitsministerium sagte dem Bayerischen Rundfunk, man erwarte im Freistaat 36.000 Dosen an diesem Mittwoch oder Donnerstag.

    Geht mit Johnson & Johnson das Impfen jetzt schneller?

    Das Vakzin muss nur einmal gespritzt werden, statt wie die übrigen drei zugelassenen Corona-Impfstoffe zweimal. Deshalb setzen Deutschland und andere Staaten große Hoffnungen darauf, dass die Impfkampagne damit beschleunigt wird.

    Auch in anderen EU-Staaten wird mit Lieferungen in den kommenden Tagen gerechnet. Die belgische Impf-Taskforce bestätigte der Nachrichtenagentur Belga, dass bereits für Montag 36.000 Impfdosen von Johnson & Johnson in Belgien erwartet würden. Der von der Unternehmenstochter Janssen in den Niederlanden entwickelte Impfstoff ist der vierte, der in der EU zugelassen wurde und verwendet werden kann.

    Thrombose-Fälle werden überprüft

    In den USA wird der Impfstoff schon länger eingesetzt. Vorige Woche hatte die EU-Arzneimittelagentur EMA mitgeteilt, dass sie Fälle von Thrombosen nach einer Corona-Impfung mit dem Vakzin von Johnson & Johnson prüfe. Vier ernsthafte Fälle von Blutgerinnseln seien nach einer Impfung aufgetreten, eine Person sei gestorben. Die Behörde betonte, dass ein Zusammenhang mit dem Impfstoff des US-Herstellers noch nicht festgestellt worden sei.

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