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Bayern-Ei-Ställe in Aiterhofen abgerissen | BR24

© BR/Kathrin Unverdorben

Während sich der ehemalige Bayern-Ei-Chef vor Gericht verantworten muss, wird das Gelände, auf dem früher Ställe für tausende Legehennen standen, dem Erdboden gleich gemacht.

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Bayern-Ei-Ställe in Aiterhofen abgerissen

Fünf Jahre nach dem Salmonellen-Skandal um die Firma Bayern-Ei ist die Legehennen-Anlage in Aiterhofen jetzt abgerissen worden. Ein privater Investor habe das Grundstück im Kreis Straubing-Bogen gekauft, sagte ein Sprecher des Landratsamtes.

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Während sich der ehemalige Bayern-Ei-Chef vor Gericht verantworten muss, wird das Gelände, auf dem früher Ställe für tausende Legehennen standen, dem Erdboden gleich gemacht. Fährt man gegenwärtig an dem Grundstück vorbei, sieht man meterhohe Bretterberge, die in den Himmel ragen. Hier hatte einst die Firma ihren Sitz, die für einen der größten Lebensmittelskandale Bayerns verantwortlich sein soll.

Kartoffeln und Zwiebeln statt Hennen und Eier

Fünf Jahre nach dem Salmonellen-Skandal um die niederbayerische Firma ist die Legehennen-Anlage in Aiterhofen im Kreis Straubing-Bogen jetzt abgerissen worden. Das Gelände habe ein privater Investor aus dem Landkreis gekauft, sagte ein Sprecher des Landratsamtes. Dieser errichte dort eine Sortieranlage für Kartoffeln und Zwiebeln.

Ex-Geschäftsführer steht in Regensburg vor Gericht

Der Ex-Geschäftsführer von Bayern-Ei muss sich vor dem Landgericht Regensburg unter anderem wegen Körperverletzung mit Todesfolge, gewerbsmäßigen Betrugs sowie lebensmittel- und tierschutzrechtlicher Verstöße verantworten. Er weist die Vorwürfe zurück.

Die Ermittler werfen dem Mann vor, im Jahr 2014 die Auslieferung von Eiern veranlasst zu haben, obwohl in den Produktionsstätten Salmonellen nachgewiesen worden waren. Mehr als 180 Konsumenten aus Deutschland, Österreich und Frankreich sollen an Salmonellen erkrankt sein, 40 der Fälle kamen zur Anklage. Ein Mensch soll nach dem Verzehr von Bayern-Ei-Ware gestorben sein.

Aiterhofen lehnte erneuten Legehennen-Betrieb ab

Im August 2018 hatte der Gemeinderat in Aiterhofen einen Antrag eines anderen Investors abgelehnt, der auf dem Areal erneut einen Legehennen-Mastbetrieb errichten wollte - ausgelegt für rund 255.000 Tiere. Der Gemeinderat habe mit seiner Entscheidung der Stimmung der Menschen im Ort entsprochen, hieß es damals.

© BR

Fünf Jahre nach dem Bayern-Ei-Skandal ist die Legehennen-Anlage der Firma abgerissen worden.