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Bayern-Ei-Prozess: Wichtiger Zeuge verweigert Aussage | BR24

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Im Bayern-Ei Prozess sind am Landgericht Regensburg weitere Zeugen aus der Lebensmittelüberwachung und der Veterinärämter vernommen worden. Darunter auch ein Amtstierarzt, der Licht ins Dunkel hätte bringen können.

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Bayern-Ei-Prozess: Wichtiger Zeuge verweigert Aussage

Im Bayern-Ei Prozess sind weitere Zeugen aus der Lebensmittelüberwachung und aus den zuständigen Veterinärämtern vernommen worden. Darunter auch ein Amtstierarzt, der Licht ins Dunkel hätte bringen können - die Aussage jedoch verweigerte.

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Am Freitag waren im Bayern-Ei-Prozess am Landgericht Regensburg weitere Zeugen aus den Bereichen der Lebensmittelüberwachung und aus den zuständigen Veterinärämtern geladen.

Die heutige Abgeordnete Petra Loibl (CSU) war vor ihrer Wahl in den Landtag Leiterin des Veterinärwesens im Landkreis Dingolfing-Landau und dadurch mit Kontrollen des Bayern-Ei-Betriebs in Ettling bei Wallersdorf befasst.

Zweifel an Wirksamkeit mancher Maßnahmen

Loibl hat in ihrer Aussage Auffälligkeiten im Betrieb bestätigt. Die Wirksamkeit mancher Maßnahmen habe sie auch damals schon bezweifelt. Allerdings habe für schärfere Maßnahmen aus damaliger Sicht die rechtliche Grundlage gefehlt. Auch wenn im Nachhinein vieles anders gesehen werden müsse.

Positive Salmonellenprobe war unbrauchbar

Bereits am Vormittag hatte der ehemalige Leiter des Veterinäramtes im Landkreis Straubing-Bogen ausgesagt. Laut seiner Aussage hätte eine positive Salmonellenprobe schon Monate vor den Erkrankungsfällen zu einer Stilllegung des Bayern-Ei-Betriebs bei Straubing führen können. Allerdings soll die Probe im Amt nicht bekannt geworden sein. Laut einem seiner Mitarbeiter sei die Probe falsch genommen worden und damit unbrauchbar gewesen sein.

Ermittlungen gegen Amtstierarzt

Dieser Amtstierarzt verweigerte am Nachmittag aber die Aussage - obwohl sich der Vorsitzende Richter sichtlich um eine Aussage des Zeugen bemühte. Ihn erwartet in einem separaten Verfahren noch ein Prozess wegen Dienstgeheimnisverrat. Er soll Bayern-Ei über bevorstehende unangekündigte Kontrollen informiert haben.

Urteil wird im März 2020 erwartet

Der ehemalige Bayern-Ei-Geschäftsführer Stefan Pohlmann steht vor Gericht, weil er für einen Salmonellenausbruch 2014 in mehreren Ländern verantwortlich sein soll. Ihm wird unter anderem Körperverletzung mit Todesfolge und gewerbsmäßiger Betrug vorgeworfen. Ein Urteil könnte im März kommenden Jahres fallen.