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Fünf Jahre nach dem Salmonellen-Skandal um Bayern-Ei stehen jetzt die Prozesstermine fest. Ende September muss sich der ehemalige Geschäftsführer vor Gericht verantworten.

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Termine für Bayern-Ei-Prozess stehen fest

Fünf Jahre nach dem Salmonellen-Skandal um Bayern-Ei stehen jetzt die Prozesstermine fest. Ende September muss sich der ehemalige Geschäftsführer vor Gericht verantworten.

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Die Termine für den Bayern-Ei-Prozess stehen fest. Wie das Landgericht Regensburg am Mittwoch mitgeteilt hat, beginnt das Verfahren gegen den ehemaligen Geschäftsführer von Bayern-Ei am 30. September. Insgesamt sind 30 Verhandlungstage angesetzt, sowie 13 zusätzliche Termine als Reservetage vorgemerkt. Der Prozess soll bis 27. März 2020 laufen; ob bis dahin ein Urteil ergehen kann oder ob Fortsetzungstermine anberaumt werden müssen, hänge vom Verlauf der Beweisaufnahme ab.

187 Menschen an Salmonellen erkrankt

Der ehemalige Geschäftsführer soll von Januar bis Dezember 2014 die Auslieferung von Eiern mit der Güteklasse A veranlasst haben, obwohl in den Produktionsstätten immer wieder Salmonellen nachgewiesen worden waren. Insgesamt sollen 187 Menschen in Deutschland, Österreich und Frankreich nach dem Verzehr der Eier an Salmonellen erkrankt sein. Ein Mensch starb.

Prozessbeginn erst drei Jahre nach Anklage

Der Angeklagte muss sich jetzt wegen Körperverletzung mit Todesfolge, gefährlicher Körperverletzung, gewerbsmäßigen Betrugs sowie lebensmittel- und tierschutzrechtlichen Verstößen verantworten. Bereits 2016 war Anklage erhoben worden. Dass der Prozess erst drei Jahre später beginnt, liegt auch daran, dass Gutachten zu unterschiedlichen Ergebnissen kamen, ob der Todesfall mit den Eier zusammenhing.