Zurück zur Startseite
Bayern
Zurück zur Startseite
Bayern

Bayern-Ei-Prozess: Stimmen Erreger mit Salmonellen überein? | BR24

© BR

Am Zeugentisch (Mitte) nimmt heute ein Genetiker Platz. Links der Angeklagte Stefan Pohlmann mit seinen Anwälten.

Per Mail sharen
Teilen

    Bayern-Ei-Prozess: Stimmen Erreger mit Salmonellen überein?

    Im Bayern-Ei-Prozess am Landgericht Regensburg wird ein Genetiker aussagen. Er soll die Frage klären, ob die Erreger mit den Salmonellen der erkrankten Menschen übereinstimmen. Ein Mensch soll an Salmonellenvergiftung gestorben sein.

    Per Mail sharen
    Teilen

    Im Bayern-Ei-Prozess um einen Salmonellenausbruch in mehreren europäischen Ländern im Jahr 2014 soll am Mittwoch ein Genetiker als Zeuge aussagen. Die Angaben des Experten könnten einen wichtigen Teil zur Aufklärung des Falls beitragen.

    Stammen die Salmonellen-Erreger von Bayern-Ei?

    Konkret geht es um die Frage, ob die bei Bayern-Ei gefundenen Salmonellenerreger mit den bei den Erkrankten gefundenen Salmonellenstämmen genetisch übereinstimmen. Die Staatsanwaltschaft vermutet, dass fast 200 Erkrankungsfälle und ein Todesfall auf Eier der niederbayerischen Firma des Angeklagten Stefan Pohlmann zurückzuführen sind.

    Die Verteidigung Pohlmanns sagt dagegen, dass es dafür keine ausreichenden Beweise gibt.

    Weitere Gutachten sind notwendig

    Die genetischen Vergleiche der gefundenen Erregerstämme werden wohl alleine auch nicht ausreichen, um einen Zusammenhang zwischen den Eiern der Firma und den Erkrankungen zu belegen. Um den Infektionsweg nachzuzeichnen, werden deshalb in den kommenden Wochen außerdem die Lieferketten und infektiologische Gutachten in der Hauptverhandlung thematisiert werden.

    Der angeklagte Ex-Bayern-Ei-Chef Stefan Pohlmann muss sich vor dem Landgericht wegen Körperverletzung mit Todesfolge, gefährlicher Körperverletzung in zahlreichen weiteren Fällen, gewerbsmäßigem Betrug und Tierschutzgesetz-Verstößen verantworten. Ein Urteil wird wohl erst im Frühjahr 2020 fallen.