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Bayern-Ei-Prozess: Ex-Mitarbeiter berichten von Missständen | BR24

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Am dritten Tag des Bayern-Ei-Prozesses am Regensburger Landgericht haben weitere frühere Mitarbeiter über die Zustände im Unternehmen berichtet. Die ehemalige Leiterin der Farm in Ettling verweigerte die Aussage.

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Bayern-Ei-Prozess: Ex-Mitarbeiter berichten von Missständen

Am dritten Tag des Bayern-Ei-Prozesses am Regensburger Landgericht haben weitere frühere Mitarbeiter über die Zustände im Unternehmen berichtet. Die ehemalige Leiterin der Farm in Ettling verweigerte allerdings die Aussage.

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Im Bayern-Ei-Prozess am Regensburger Landgericht sagen am dritten Verhandlungstag ehemalige Mitarbeiter des Unternehmens aus.

Alte Eier mit neuem Haltbarkeitsdatum?

An viele Details konnten sich die ersten Zeuginnen nicht mehr erinnern. Die ehemaligen Bayern-Ei-Mitarbeiterinnen berichteten aber auch von Missständen im Betrieb. Teilweise seien Rücklieferungen erneut durch die Anlagen gelaufen. Anschließend seien die eigentlich alten Eier, mit einem neuen Mindesthaltbarkeitsdatum versehen, erneut verkauft worden. Auch nicht mehr brauchbare Eier sollen zu Vollei weiterverarbeitet worden sein, so eine Zeugin.

Kontrolltermine sollen bekannt gewesen sein

Eine andere Zeugin sagte aus, dass Kontrollen des Betriebs schon Tage zuvor bekannt waren. Die Anlagen seien dann gründlicher als sonst gereinigt worden.

Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft waren die Käfige der Legehennen-Farm in Ettling im Landkreis Dingolfing-Landau stark überbelegt. Mit Manipulationen am Eier-Zählwerk der Anlage könnte versucht worden sein, das zu verschleiern, so eine Zeugin. Die ehemalige Leiterin des Betriebs in Ettling hingegen verweigerte die Aussage.

Gericht will Salmonellenskandal aufklären

Vor dem Regensburger Landgericht geht es derzeit um mögliche Missstände bei Bayern-Ei, die zu einem großen Salmonellen-Ausbruch im Jahr 2014 geführt haben sollen, von dem Verbraucher in mehreren Ländern betroffen waren. Zahlreiche Menschen erkrankten.

Der ehemalige Bayern-Ei-Geschäftsführer Stefan Pohlmann muss sich deshalb seit Montag unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung - in einem Fall mit Todesfolge - gewerbsmäßigen Betrugs sowie lebensmittel- und tierschutzrechtlichen Verstößen verantworten.