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Bayern-Ei-Prozess: Erste Zeugen werden gehört | BR24

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Am Landgericht Regensburg beginnt heute die Anhörung der ersten Zeugen im Prozess um den Salmonellenskandal um die Firma Bayern-Ei. Unter anderem ist der Nachfolger des angeklagten Ex-Geschäftsführers Stefan Pohlmann geladen.

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Bayern-Ei-Prozess: Erste Zeugen werden gehört

Am Landgericht Regensburg beginnt die Anhörung der ersten Zeugen im Prozess um den Salmonellenskandal um die Firma Bayern-Ei. Unter anderem ist der Nachfolger des angeklagten Ex-Geschäftsführers Stefan Pohlmann geladen.

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Im Bayern-Ei-Prozess vor dem Regensburger Landgericht starten am Dienstag die Zeugenbefragungen.

Als erster wird ein ehemaliger Produktionsleiter und Geschäftsführer des Unternehmens gehört. Dieser hatte im Herbst 2015 die Geschäftsführung übernommen, nachdem der jetzt angeklagte damalige Bayern-Ei-Chef Stefan Pohlmann verhaftet worden war. Außerdem sind Mitarbeiter des Unternehmens, Polizisten und ein Betriebsarzt als Zeugen geladen.

Umfangreiche Anklage

Beim Prozessauftakt am Montag war die umfangreiche Anklageschrift verlesen worden. Danach soll der angeklagte Stefan Pohlmann dafür verantwortlich sein, dass im Jahr 2014 Eier seines Unternehmens ausgeliefert wurden, obwohl in den Ställen Salmonellen nachgewiesen wurden. In der Folge erkrankten in mehreren europäischen Ländern Menschen.

40 von ursprünglich 175 vorgeworfenen Fällen sind jetzt angeklagt, dazu kommt der Fall eines Mannes aus Österreich, der an den Folgen einer Salmonellen-Infektion gestorben sein soll. Die Anklage beinhaltet deshalb die Vorwürfe der gefährlichen Körperverletzung, in einem Fall mit Todesfolge sowie Verstöße gegen das Lebensmittelrecht. Dazu kommen Verstöße gegen das Tierschutzgesetz und der Vorwurf des Betrugs an Handelspartnern.

Verteidigung weist Vorwürfe zurück

Pohlmann selbst ließ die Vorwürfe am Dienstag von seinem Anwalt zurückweisen: Es gebe keine stichhaltigen Nachweise für die Vorwürfe der Körperverletzung, der Körperverletzung mit Todesfolge und des mehrfachen gewerblichen Betrugs, sagte der Münchner Strafverteidiger Ulrich Ziegert zum Abschluss des ersten Verhandlungstages. Und der Staatsanwaltschaft sei es nicht gelungen, einen lückenlosen Nachweis zu erbringen, dass die Erkrankten tatsächlich Bayern-Ei-Produkte konsumiert hätten. Unter anderem seien die Lieferketten lückenhaft.