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Bayern-Ei-Prozess: Betroffene aus Frankreich sagen aus | BR24

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Am Dienstag sind Betroffene des Salmonellenausbruchs 2014 in Frankreich als Zeugen vor dem Landgericht Regensburg geladen. Außerdem hat der vorsitzende Richter einen "rechtlichen Hinweis" angekündigt.

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Bayern-Ei-Prozess: Betroffene aus Frankreich sagen aus

Am Dienstag sind Betroffene des Salmonellenausbruchs 2014 in Frankreich als Zeugen vor dem Landgericht Regensburg geladen. Außerdem hat der vorsitzende Richter einen "rechtlichen Hinweis" angekündigt.

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Im Bayern-Ei-Prozess vor dem Landgericht Regensburg sagen am Dienstag vier Betroffene aus Frankreich aus, die sich durch den Verzehr von Eiern der niederbayerischen Firma Bayern-Ei mit Salmonellen vergiftet haben sollen.

Nicht auf allen Keim-belasteten Eiern Herkunftsstempel zu finden

Den Aussagen der vier Franzosen kommt eine entscheidende Bedeutung zu: Ist ihre Salmonellenvergiftung tatsächlich auf Eier der Firma Bayern-Ei zurückzuführen? Daran hat die Verteidigung des Ex-Bayern-Ei-Geschäftsführers Stefan Pohlmann ihre Zweifel. Ein Beamter der französischen Gesundheitsbehörde hat zu Beginn des Prozesses ausgesagt, dass nicht auf allen Eier ein Herkunftsstempel aufgedruckt war. Damit sei es schwierig, die Herkunft der Eier dem Unternehmen mit Sitz in Niederbayern zuzuordnen.

"Rechtlicher Hinweis" angekündigt

Der vorsitzende Richter kündigt für den Verhandlungstag auch einen "rechtlichen Hinweis" an. Laut Gerichtssprecher wird ein rechtlicher Hinweis erteilt, wenn eine von der rechtlichen Bewertung in der Anklage abweichende Verurteilung in Betracht kommt.

Anklage: gefährliche Körperverletzung mit Todesfolge

Bisher wird dem Angeklagten Pohlmann vorgeworfen, für einen europaweiten Salmonellenausbruch 2014 verantwortlich zu sein, in dessen Folge fast 200 Menschen krank geworden sind. Eine Person aus Österreich sei an der Salmonellenvergiftung gestorben. Die Anklage lautet daher unter anderem auf gefährliche Körperverletzung, in einem Fall mit Todesfolge.