Zurück zur Startseite
Bayern
Zurück zur Startseite
Bayern

Bayern: CSU spürt "Rückenwind", Grünen "springen Herzen hoch" | BR24

© BR

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zur Europawahl.

Per Mail sharen
  • Artikel mit Video-Inhalten

Bayern: CSU spürt "Rückenwind", Grünen "springen Herzen hoch"

Bayern hat gewählt. CSU-Generalsekretär Blume spürt "Rückenwind" für den EVP-Spitzenkandidaten Manfred Weber. Deutliche Gewinner der Wahl in Bayern sind aber die Grünen.

Per Mail sharen

CSU spürt Rückenwind für Spitzenkandidaten Manfred Weber

CSU-Chef Markus Söder zeigt sich zufrieden mit dem Abschneiden seiner Partei bei der Europawahl. "Der Trend geht nach oben. Wir sind auf einem guten Weg. Das ist ein stabiles Ergebnis in unsicheren Zeiten", sagte Söder am Sonntagabend. Die Christsozialen können sich im Vergleich zur Landtagswahl 2018 wieder leicht verbessern.

Söder forderte außerdem ein strategisches Umdenken seiner Partei: "Die große Herausforderung der Zukunft ist die intensive Auseinandersetzung mit den Grünen. [...] Alte Maßstäbe, wie wir sie bislang hatten, gelten nicht mehr", so Söder. Den früheren Hauptgegner SPD erwähnte Söder in seiner Stellungnahme nicht.

Auch CSU-Generalsekretär Markus Blume zeigte sich über das Ergebnis erfreut: "Das ist besonderer Rückenwind für unseren Spitzenkandidaten Manfred Weber, der an die Spitze der Europäischen Kommission kommen möchte."

© BR

CSU-Generalsekretär Markus Blume zur Europawahl.

Grüne: "Klares Mandat für mehr Klimaschutz"

Die frühere EU-Abgeordnete und derzeitige Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth sieht im guten Wahlergebnis der Grünen ein starkes Mandat für mehr Klimaschutz und eine Absage an den Rechtspopulismus. "Bei uns springen die Herzen hoch", sagte Roth, die in der Nähe von Memmingen aufwuchs, im BR-Fernsehen.

© BR

Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth zur Europawahl.

Die Fraktionschefin der Grünen im Bayerischen Landtag, Katharina Schulze, hat dementsprechend das Abschneiden ihrer Partei als "Hammerergebnis" bezeichnet. Auf Twitter schrieb sie: "Bayern ist bunt, klar europäisch und für konsequenten Klimaschutz!"

Die Grünen feiern, wie zum Beispiel der Münchner Bundestagsabgeordnete Dieter Janecek, dass so viele der Erstwähler Grün gewählt haben.

Enttäuschte SPD gratuliert Grünen

Die bayerische SPD-Spitzenkandidatin Maria Noichl hat sich sehr enttäuscht über das schlechte Abschneiden ihrer Partei bei der Europawahl gezeigt. "Dass wir mit einem Ergebnis unter zehn Prozent nicht zufrieden sind, ist ganz klar", sagte sie am Sonntagabend im BR-Fernsehen bei der Wahlveranstaltung ihrer Partei. Das sei kein schöner Tag für die SPD in Bayern. Sie gratulierte zugleich den Grünen im Freistaat zu ihrem Wahlerfolg.

© BR

SPD-Spitzenkandidaten Maria Noichl zur Europawahl.

Johanna Ueckermann, stellvertretende Landesvorsitzende der SPD in Bayern twitterte: "Bei den unter 30-Jährigen wählen lediglich 10 Prozent die SPD. Ein niederschmetterndes Ergebnis, die Gründe dafür sind offensichtlich. Eine der ersten Sachen, die wir jetzt endlich ändern müssen."

Freie Wähler sehen sich auf Erfolgskurs

Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger sieht seine Partei bei der Europawahl auf Erfolgskurs: "Ein super Ergebnis, ich bin sehr zufrieden", sagte Aiwanger am Sonntagabend im BR-Fernsehen.

© BR

Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger zur Europawahl.

AfD äußert sich zurückhaltend und schießt gegen CSU

Der bayerische AfD-Landeschef Martin Sichert hat sich zum niedrigen Ergebnis seiner Partei bei der Europawahl im Freistaat zunächst zurückhaltend geäußert. Die Gründe müssten erst noch im Detail analysiert werden, sagte er im BR-Fernsehen bei der Wahlveranstaltung seiner Partei. Über den Wahlsieger CSU sagte er, zu viele Menschen in Bayern glaubten deren "Propaganda".

© BR

AfD-Landesvorsitzender Martin Sichert zur Europawahl.

FDP enttäuscht über Ergebnis trotz "glühender Europaliebe"

In der bayerischen FDP herrscht Enttäuschung über das unerwartet schlechte Abschneiden bei der Europawahl. "Wir Freien Demokraten haben eine glühende Europaliebe in uns, haben aber auch gemerkt, dass wir das nicht so transportieren konnten, wie wir uns das vorgestellt haben", sagte der Landesvorsitzende Daniel Föst am Sonntagabend im BR-Fernsehen. Nach Fösts Einschätzung gingen erhoffte FDP-Stimmen an die Freien Wähler und die CSU - Föst sprach von "ein bisschen Problemen mit den stärker werdenden Freien Wählern und ein bisschen Probleme mit (CSU-Spitzenkandidat Manfred) Weber".

© BR

FDP-Landesvorsitzender Daniel Föst zur Europawahl.

Maximilian Funke-Kaiser, Landesvorsitzender der Jungen Liberalen in Bayern freut sich auf Twitter darüber, drittstärkste Kraft bei den Erstwählern zu sein.