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Corona-Werte in Würzburg wieder leicht gestiegen | BR24

© BR/Nayomi Polcar

Wegen steigender Corona-Zahlen hat die Stadt Würzburg verschiedene Maßnahmen getroffen - unter anderem auf der Alten Mainbrücke.

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    Corona-Werte in Würzburg wieder leicht gestiegen

    Die Corona-Zahlen in Würzburg sind am Samstag wieder leicht gestiegen. Das ergibt sich aus den aktuellen Zahlen des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Die Stadt Würzburg hat bereits verschiedene Maßnahmen getroffen.

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    Die Stadt Würzburg hat erste Maßnahmen ergriffen, doch zumindest am Samstag sind die Corona-Zahlen noch einmal leicht gestiegen. Nach aktueller Meldung des Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) haben sich in den vergangenen sieben Tagen 60,99 pro 100.000 Einwohnern neu mit dem Coronavirus infiziert. Am Freitag lag dieser Wert, die sogenannte 7-Tage-Inzidenzrate, noch bei 57,87. Den bisherigen Höchstwert erreicht die Stadt am Donnerstag mit 67,25.

    Würzburg reißt weiterhin Corona-Grenzwert

    Damit liegt Würzburg weiterhin über dem deutschlandweiten Grenzwert von 50, ab dem die kommunalen Ämter Maßnahmen ergreifen sollen. Die Stadt Würzburg hat mit einem Alkoholverbot auf der Alten Mainbrücke reagiert. Es gilt an diesem und am nächsten Wochenende, jeweils von 16 Uhr bis 6 Uhr morgens am darauffolgenden Tag. Die Stadt befürchtet, dass sich beim beliebten Brückenschoppen Infektionscluster bilden könnten.

    Treffen in Innenräumen nur noch mit 50 Personen

    Außerdem sind private Treffen vorerst nur noch mit 50 Personen erlaubt, egal ob in den eigenen vier Wänden oder in einer angemieteten Lokalität. Unter freiem Himmel dürfen sich 100 Personen treffen. In den nächsten Tagen sollen auch Plakate auf die besondere Corona-Lage in der Stadt hinweisen.

    Derweil scheinen sich viele Würzburger vor einer Infektion zu sorgen. Am Samstagvormittag bildeten sich teils lange Warteschlangen vor der Teststrecke an der Talavera. Das Landratsamt rief kurzzeitig dazu auf, bei nicht zwingend notwendigem Test unter der Woche erneut zu kommen.

    Verwirrung um 7-Tage-Inzidenzrate in Würzburg

    Während die Stadt weiterhin über dem Grenzwert liegt, weist das LGL für den Landkreis derzeit eine 7-Tage-Inzidenzrate von 25,33 aus. Generell sind bei diesem Wert allerdings immer wieder leichte Verzerrungen möglich. Für Verwirrung sorgte in Würzburg zuletzt, dass die Meldungen von RKI, LGL und den Landratsämtern voneinander abwichen. Das LGL führte dazu aus, dass die Meldungen positiver Testergebnissen nicht immer am selben Tag auch an die übergeordneten Behörden weitergegeben werden. So würden die Gesundheitsämter zunächst vorrangig Kontaktpersonen von Infizierten ermitteln, was die Mitarbeiter sehr in Anspruch nimmt.

    Deshalb können sich vom LGL veröffentlichte Fallzahlen auch rückwirkend für die einzelnen Meldetage noch erhöhen. Zudem kann es sein, dass unterschiedliche Ämter auch eine unterschiedliche Datenbasis zu den Einwohnerzahlen heranziehen. Auch das kann zu Werteverschiebungen in den Statistiken führen.

    Das Landratsamt Würzburg hat angekündigt, zukünftig nur noch die 7-Tage-Inzidenzrate des LGL zu veröffentlichen. Dadurch will die Behörde vermeiden, dass möglicherweise irritierende Datensätze in Umlauf kommen.

    34 Neuinfektionen in Unterfranken

    Für ganz Unterfranken weist das LGL am Samstag insgesamt 34 Neuinfektionen aus. Demnach sind seit Beginn der Pandemie 4.352 Corona-Erkrankungen gemeldet worden. Der Regierungsbezirk weist damit weiterhin die niedrigsten Infektionszahlen in Bayern aus, wobei Oberfranken mit 4.414 nur knapp darüber liegt.

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