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Bayern bleibt im Kampf gegen Corona-Krise bei strengerer Linie | BR24

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In der Videokonferenz der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten hat es Kritik am Alleingang Bayerns gegeben. Laut BR-Reporter Arne Meyer-Fünffinger soll vor allem Armin Laschet über die bayerischen Ausgangsbeschränkungen geklagt haben.

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Bayern bleibt im Kampf gegen Corona-Krise bei strengerer Linie

Bayern wird die von Bund und Ländern vereinbarten Ausgangsbeschränkungen nicht im Detail übernehmen, sondern in puncto Kontakten bei der eigenen Regel bleiben. Ministerpräsident Söder begrüßte dennoch die grundsätzliche Verständigung mit dem Bund.

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Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat den von Bund und Ländern erzielten Kompromiss zur Bekämpfung der Corona-Pandemie begrüßt. Der Beschluss sei in Ordnung, sagte Söder der dpa. "Damit werden nahezu alle Einschränkungen bestätigt, die wir in Bayern schon am Freitag beschlossen haben."

Söder verteidigte zugleich seine Entscheidung, das die Staatsregierung Ausgangsbeschränkungen zwei Tage vor der von Bund und Ländern verabredeten Telefonschalte angeordnet hat.

"Wir sind als besonders betroffenes Land auch stärker gefordert." Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU)

Bayerisches Kontaktverbot geht über das des Bundes hinaus

Bei den Ausgangsbeschränkungen geht die bayerische Regelung laut Staatskanzlei auch über die des Bundes hinaus. In dem Papier von Merkel und den Ministerpräsidenten heißt es, "der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands gestattet."

In Bayern ist der Aufenthalt im Freien dagegen nur mit den Angehörigen des eigenen Haushalts gestattet. Eine Ausnahme gilt für den eigenen Lebenspartner. Laut Staatskanzlei soll aber auch die Begleitungen älterer Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind, weiter erlaubt bleiben.

Söder dankte der Bevölkerung zudem für ihr Verständnis: "Ich danke der Bevölkerung sehr, dass sie sich so gut daran hält. Bayern hält wirklich gut zusammen."

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💡 Die bundesweiten Maßnahmen auf einen Blick:

1. Soziale Kontakte auf Minimum reduzieren. Am besten hauptsächlich Kontakt zu Menschen, mit denen Sie sowieso zusammenleben (Familie, Partner, Mitbewohner).

2. In der Öffentlichkeit Abstand halten. Am besten 1,5 Meter zu nächsten Person, besser noch 2 Meter.

3. In der Öffentlichkeit keine Gruppen bilden. Sie sollten öffentlich nur allein, mit ihren Mitbewohnern (egal, ob das Partner, Kinder oder WG-Kollegen sind) und/oder maximal einer weiteren Person, mit der Sie nicht zusammenleben, unterwegs sein. Achtung: Die bayerische Regelung ist hier härter: Hier sollten Sie nur alleine oder mit Mitbewohnern unterwegs sein.

4. Notwendige Wege sind weiter möglich. Wer zur Arbeit, zum Arzt, zum Einkaufen, zum Spazierengehen oder zu anderen wirklich nötigen Terminen muss, darf das weiter tun. Achtung: In Bayern gelten vor allem Arztbesuche, Einkaufen, Hilfeleistungen und Arbeit als triftige Gründe.

5. Partys sind verboten. Sowohl öffentliche Feiern als auch private Feste in Wohnungen oder anderen privaten Räumlichkeiten werden untersagt.

6. Restaurants müssen schließen. Gastronomiebetriebe dürfen bis erst einmal nur liefern oder Essen zur Abholung anbieten, keine Gasträume betrieben.

7. Friseure und Co. müssen schließen. Betriebe zur Körperpflege, die menschlichen Kontakt benötigen, werden vorerst nicht mehr öffnen. Dazu zählen Friseure, Nagelstudios, Tattoo-Studios, Kosmetiksalons oder Massagepraxen.

8. Firmen müssen Mitarbeiter und Kunden schützen. Betriebe, die noch geöffnet sind, müssen für den Schutz von Mitarbeitern und Besuchern sorgen und Hygienevorschriften einhalten.

9. Die Maßnahmen gelten für mindestens zwei Wochen.