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Bayern bekommt 5.000 Hektar Naturwälder | BR24

© pa/dpa/David Ebener

Bayern bekommt 5.000 Hektar Naturwälder

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    Bayern bekommt 5.000 Hektar Naturwälder

    Forstministerin Michaela Kaniber (CSU) will vier größere staatliche Waldgebiete Bayerns als Naturwälder ausweisen und damit dauerhaft unter Schutz stellen. Für die Opposition bleibt dennoch eine Forderung bestehen.

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    Es sind drei Buchen-Mischwälder - im Steigerwald, auf der Fränkischen Platte bei Würzburg und auf der Frankenalb bei Kelheim, sowie weite Teile der Isar-Auwälder zwischen München und Landshut. Ab sofort werden die vier Waldgebiete mit rund 5.000 Hektar nicht mehr forstwirtschaftlich genutzt.

    Kaniber: Wälder werden der Natur zurückgegeben

    Bayerns Forstministerin Michaela Kaniber (CSU) will die so entstehenden wilden Wälder zur Heimat seltener Pflanzen und Tiere werden lassen, die auf größere, unberührte Flächen angewiesen sind. Diese urtümlichen Wälder, so Kaniber, werden der Natur zurückgegeben, damit sie sich frei und ungestört entwickeln können. Das Betreten der Naturwälder bleibt laut Kaniber weiterhin erlaubt.

    Der Landesbund für Vogelschutz und der Bund Naturschutz begrüßen das Vorhaben der Ministerin. Es sei eine gute Nachricht für den Naturschutz in Bayern.

    Nationalpark-Forderung bleibt

    Auch für SPD und Grüne in Bayern ist die Ausweisung von Wald-Schutzgebieten ein richtiger Schritt. Jedoch sei das, so Grünen-Fraktionschef Ludwig Hartmann, nur ein - so wörtlich: "Waldschutz-Flickenteppich". Weitere schutzbedürftige Waldbestände wie das Ammergebirge oder der Spessart sollten ebenfalls in den Blick genommen werden. Für SPD und Grüne bleibe auch weiterhin die Forderung nach einem dritten Nationalpark bestehen.

    Für die ÖDP ist die Ausweisung der Naturwald-Flächen ein Erfolg des Volksbegehrens. Agnes Becker, stellvertretende ÖDP-Landesvorsitzende, meint: "Ohne die vielen Menschen, die vergangenes Jahr für mehr Artenschutz in den Rathäusern unterschrieben haben, wäre dieser Schritt nicht gekommen."

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