BR24 Logo
BR24 Logo
BR24

Bayern 2 sucht das "Gute Beispiel 2020" | BR24

© BR

Gutes Beispiel 2020: Am 29. April ist Finale - bis dahin kann das Publikum abstimmen.

Per Mail sharen
  • Artikel mit Video-Inhalten

Bayern 2 sucht das "Gute Beispiel 2020"

Losleger, Mutmacher und Weltveränderer gesucht: Rund 400 Projekte für eine bessere Gesellschaft haben sich in diesem Jahr beim Bayern 2-Wettbewerb "Gutes Beispiel" beworben. Eine Jury hat fünf Finalisten gekürt. Nun entscheidet das Publikum.

Per Mail sharen
Von
  • Robert Scharold

Man kann mit Mut, Engagement und Leidenschaft etwas bewegen - das zeigt Bayern 2 mit dem Wettbewerb Gutes Beispiel. Im Februar konnten sich engagierte Menschen aus Bayern mit ihren Projekten und Aktionen bewerben. Unter den rund 400 Einsendungen hat eine Jury (u.a. mit VdK-Präsidentin Verena Bentele und mit dem ARD-Skiexperten Felix Neureuther) fünf Finalisten ausgewählt.

Das Publikum entscheidet: Wer wird "Gutes Beispiel 2020"?

Wer nun bis zum 29. April 2020 um 18.30 Uhr die meisten Stimmen beim Online-Voting erhält, der darf sich über den Titel "Gutes Beispiel 2020" freuen. Die fünf Finalisten erhalten Preisgelder von insgesamt 10.000 Euro, gestiftet von der Hofpfisterei.

Wer gewinnt, das erfahren Sie am 29. April bei der Preisverleihung von 18 bis 19 Uhr live auf Bayern 2.

Hier geht's zur Abstimmung: www.bayern2.de/gutes-beispiel.

Das sind die fünf Finalisten:

Aktion Hospital – Generationenübergreifendes Miteinander

Mit uns nicht - das haben sich die Bewohner von Dinkelscherben gedacht. Sie haben sich erfolgreich und mit viel Elan gegen die angekündigte Schließung des über 400 Jahre alten Hospitals gestemmt. Die darin wohnenden Senioren hätten sonst ihre gewohnte Umgebung verloren. Ein ganzer Ort packte mit an, demonstrierte Zusammenhalt, suchte das Gespräch mit den Verantwortlichen. Über 100 Mitstreiter haben mit ehrenamtlicher Arbeit geholfen: Sie haben den Dachboden entkernt und Fundstücke verkauft, Benefizveranstaltungen organisiert und den Innenhof barrierefrei gepflastert.

Das Seniorenheim in Dinkelscherben ist gerettet – dank des Einsatzes des Fördervereins Bündnis Hospital Dinkelscherben-Zusmarshausen und den Ortsbewohnern.

© BR / Simon Emmerlich

Ein ganzer Ort packte an: Die Bewohner von Dinkelscherben stemmten sich erfolgreich gegen die Schließung des über 400 Jahre alten Hospitals. Die darin wohnenden Senioren hätten sonst ihre gewohnte Umgebung verloren.

Gorilla – Freude an Bewegung und gesunder Ernährung

Die Gorillas sind los und bringen Freestyle an die Schulen in Bayern. Weg von der Playstation und vom Handy, rauf aufs Skateboard und die Slackline. Ziel der gemeinnützigen Gorilla Deutschland GmbH mit Sitz in Wolfratshausen ist es, den Kindern und Jugendlichen einen bewussten Lebensstil zu vermitteln: durch mehr Bewegung, gesunde Ernährung und praktische Tipps für Nachhaltigkeit im Alltag. Freestyle-Athleten kommen an die Schulen und begeistern die Kids für Sport, bringen ihnen erste Moves beim Breakdance bei oder mixen mit ihnen Smoothies aus Obst und Gemüse.

Die Gorillas sind coole Vorbilder, die die Jugendlichen motivieren und für ihren weiteren Lebensweg stärken.

© BR / Agnes Popp

Kindern und Jugendlichen einen bewussten Lebensstil vermitteln - durch mehr Bewegung, gesunde Ernährung und praktische Tipps für Nachhaltigkeit im Alltag. Das ist das Ziel von "Gorilla".

Herzenssache – Partnervermittlung für Menschen mit Beeinträchtigung

Einen Partner zu finden ist manchmal ganz schön schwer. Noch schwerer ist es für Menschen mit Behinderung. Sie haben die gleichen Bedürfnisse nach Liebe und Partnerschaft, jedoch ist es für sie aufgrund ihrer persönliche Lebenssituation oft nicht leicht, jemanden außerhalb ihres näheren Umfelds kennenzulernen. Als Partnervermittlung für Menschen mit Behinderung hilft Herzenssache aus Würzburg dabei, Freunde für Freizeitaktivitäten oder auch einen Lebenspartner zu finden. Zum Konzept gehört, dass auch in der Beratung Menschen mit Beeinträchtigung mitarbeiten.

Herzenssache sorgt für positive Erfahrungen bei den Betroffenen und unterstützt das Recht von Menschen mit Behinderung nach Kontakt und Partnerschaft.

© BR / Simon Emmerlich

Als Partnervermittlung für Menschen mit Behinderung hilft Herzenssache aus Würzburg dabei, Freunde für Freizeitaktivitäten oder auch einen Lebenspartner zu finden.

Hydro Solution – Sauberes Trinkwasser für alle

Noch immer haben weltweit über zwei Milliarden Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Um das Problem anzupacken, haben Studierende verschiedener Fachrichtungen aus Regensburg den Verein Hydro Solution e.V. gegründet. Mit lokal herstellbaren Wasserfiltern und einem nachhaltigen Konzept ist der Verein derzeit vor allem im südlichen Kenia im Einsatz. Die Biosandfilter können vor Ort von der einheimischen Bevölkerung hergestellt werden. Dabei ist weder Energie noch der Einsatz von Chemikalien notwendig.

Hydro Solution schafft Arbeitsplätze vor Ort und versorgt Schulen, Gemeinden und Hausgemeinschaften mit sauberem Trinkwasser.

© BR / Agnes Popp

Noch immer haben weltweit über zwei Milliarden Menschen keinen Zugang zu sauberem Wasser. Studierende aus Regensburg haben mit Hydro Solution einen kleinen Schritt getan, um das zu ändern.

Open house – Vielfalt für Gärten und Felder

Wenige große Konzerne kontrollieren den Großteil des weltweiten Saatguts. Dieses ist nicht vermehrbar und muss jährlich neu gekauft werden. Dass es anders gehen kann, zeigt open house e.V. aus Mainstockheim.

Der Verein setzt sich für den Erhalt alter, samenfester Gemüsesorten ein, die in jedem Garten genutzt und weiter vermehrt werden können – für eine von Großkonzernen unabhängige Ernährung und mehr biologische Vielfalt. Das Saatgut-Festival, auf dem hunderte von Tomaten-, Kartoffel- oder Bohnensorten getauscht werden, hat deutschlandweit viele Nachahmer gefunden. Drei alte Weizensorten hat open house wieder auf den Markt gebracht und will nun eine unterfränkischen Weißkrautsorte wieder in der Region anbauen.

© BR / Simon Emmerlich

Open house e.V. setzt sich für den Erhalt alter Gemüsesorten ein, die in jedem Garten genutzt und weiter vermehrt werden können - für eine von Großkonzernen unabhängige Ernährung und mehr biologische Vielfalt.