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Bayerisches Krippengeld: Kritik an Landtagsbeschluss | BR24

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Neben dem Bayerischen Familiengeld, dem Kita-Zuschuss und dem Elterngeld wird es künftig auch das Krippengeld in Höhe von 100 Euro monatlich geben. Damit will die Staatsregierung Eltern bei den Kosten für die frühkindliche Betreuung entlasten.

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Bayerisches Krippengeld: Kritik an Landtagsbeschluss

Neben dem Bayerischen Familiengeld, dem Kita-Zuschuss und dem Elterngeld wird es künftig auch das Krippengeld in Höhe von 100 Euro monatlich geben. Damit will die Staatsregierung Eltern bei den Kosten für die frühkindliche Betreuung entlasten.

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Mit Stimmenmehrheit der Fraktionen CSU und Freie Wähler hat der Landtag das bayerische Krippengeld beschlossen: 100 Euro monatlich pro Krippenkind zwischen ein bis drei Jahren gibt es ab 1. Januar für die Eltern. Damit werde - Sozialministerin Kerstin Schreyer - die Kinderbetreuung allen zugänglich gemacht.

Julika Sandt von der Landtags-FDP hätte das Geld lieber in die Qualität der Kitas gesteckt: "Ihr Gesetzentwurf zeigt mal wieder: Sie sehen Kindertagesstätten nur als reine Betreuungseinrichtungen. Sie tun nichts für die Qualität."

SPD gegen zu niedrige Einkommensgrenze

Die Vorsitzende des Sozialausschusses Doris Rauscher von der SPD stört sich an der Einkommensgrenze des Krippengeldes: nur Eltern mit weniger als 60.000 Euro Jahreseinkommen können den Zuschuss beantragen:

"Über 30.000 Eltern etwa werden leer ausgehen. Denn es gibt eine Einkommensgrenze, die offensichtlich willkürlich festgelegt ist und leider auch noch sozial ungerecht." Doris Rauscher, SPD

AfD sieht Benachteiligung, Freie Wähler weisen Vorwurf zurück

Die Grünen fordern statt des Krippengeldes eine Entlastung der Kita-Leiter. Die AfD kritisiert: Eltern, die ihr Kind nicht in die Kita schicken, würden durch den neuen Zuschuss weiter benachteiligt. Stimmt nicht, findet Johann Häusler von den Freien Wählern: Das Krippengeld eröffne überhaupt erst die Wahlfreiheit für Eltern: "Dieses Krippengeld soll ja letztlich denjenigen zugutekommen, die aus finanziellen Gründen grundsätzlich abwägen, ihr Kleinkind in eine Krippe bzw. eine Einrichtung der Kindertagespflege betreuen zu lassen."

Das Krippengeld soll jährlich für knapp 90.000 Kinder 105 Millionen Euro kosten.