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Bayerisches Abitur besser als letztes Jahr - trotz Corona | BR24

© Fabian Sommer/dpa

Die Abiturnoten in Bayern fielen 2020 etwas besser aus als im vorangegangenen Jahr.

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    Bayerisches Abitur besser als letztes Jahr - trotz Corona

    Trotz Corona-Krise und schwierigeren Lernbedingungen lieferten bayerische Abiturienten dieses Jahr Spitzenergebnisse. Auch in anderen Bundesländern gab es bessere Notendurchschnitte als im letzten Jahr.

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    Das bayerische Abitur ist dieses Jahr trotz der Corona-Pandemie besser ausgefallen als 2019. Laut Kultusministerium legten die Schülerinnen und Schüler ein "hervorragendes Abitur" ab. "Ich freue mich sehr, dass die diesjährigen Abiturientinnen und Abiturienten so tolle Ergebnisse erzielt haben", sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler).

    Als möglichen Grund, wie es zu dem guten Ergebnis kommen konnte, sagte Piazolo: "Wir haben unseren Unterricht im Vorfeld der Prüfungen ausschließlich auf die Kernfächer konzentriert: Das hat sich bezahlt gemacht".

    Notendurchschnitt etwas höher als letztes Jahr

    Rund 35.000 Absolventen hatten seit Mai die Abiturprüfungen in Bayern geschrieben. Der Notendurchschnitt lag mit 2,25 etwas höher als im Vergleich zu den letzten beiden Jahren (2019: 2,29; 2018: 2,28).

    Der Anteil der Spitzenabsolventen hat sich ebenfalls erhöht. Während 2019 noch 2,24 Prozent das Abitur mit dem Traumabschluss 1,0 schafften, waren es in diesem Jahr sogar 2,61 Prozent. Insgesamt haben ähnlich wie im letzten Jahr knapp 97,5 Prozent den Abschluss geschafft.

    Philologenverband: "Kein Corona-Abitur"

    Wegen der Schulschließungen infolge der Pandemie hatten auch die Abiturienten zeitweise auf den Präsenzunterricht verzichten müssen. Bei der Wiederöffnung waren sie dann die ersten, die zurück an die Schulen konnten.

    Auch der Bayerische Philologenverband, der die Lehrkräfte an Gymnasien und Beruflichen Oberschulen vertritt, gratulierte zu den Ergebnissen. Wie schon in den Vorjahren hätten die bayerischen Abiturienten ein hervorragendes Abitur abgelegt - "kein Corona-Abitur, sondern ein reguläres bayerisches Abitur in Pandemiezeiten".

    "Allen Beteiligten war im Vorfeld wichtig, die Abiturprüfungen trotz der Einschränkungen unter regulären Bedingungen durchzuführen", erklärte Michael Schwägerl, der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbands. "Dieser Weg war der richtige. Damit haben die Abiturienten kein Corona-Abitur, sondern sie haben zusammen mit ihren Lehrkräften in Zeiten der globalen Pandemie die anspruchsvollen Abiturprüfungen gemeistert."

    Berlin: Bestes Abitur seit zehn Jahren

    Auch in anderen Bundesländern wurden dieses Jahr bessere Noten verzeichnet als 2019. In Bremen wurde der Notendurchschnitt bei den Abiturprüfungen im Fach Mathematik um zwei Punkte angehoben. Grund dafür sei jedoch nicht die Corona-Krise gewesen, sondern unverhältnismäßig schwere Aufgaben, so Bildungssenatorin Claudia Bogedan.

    Nach einem Bericht des Magazins "Spiegel" verzeichnete Berlin das beste Abitur seit zehn Jahren. Ebenfalls bessere Ergebnisse erzielten die Absolventen in Hamburg.

    G9-Abitur kehrt zurück

    Für die nächsten Jahren sind auch anderweitig Veränderungen im bayerischen Schulsystem vorgesehen. Schon seit zwei Jahren ist bekannt, dass Bayern vom achtjährigen zurück zum neunjährigen Abitur wechselt. Piazolo stellte dazu Anfang des Monats ein neues Konzept vor.

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