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Bayerische Waldbesitzer hoffen auf Hilfe vom Freistaat | BR24

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Bayern hat den meisten Wald aller Bundesländer und rund 700.000 Privatwaldbesitzer. Sie hoffen auf die Unterstützung von Landwirtschaftsministerin Kaniber, die heute zur Mitgliederversammlung des Waldbesitzerverbands in München kommt.

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Bayerische Waldbesitzer hoffen auf Hilfe vom Freistaat

Bayern hat den meisten Wald aller Bundesländer und rund 700.000 Privatwaldbesitzer. Sie hoffen auf die Unterstützung von Landwirtschaftsministerin Kaniber, die heute zur Mitgliederversammlung des Waldbesitzerverbands in München kommt.

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Es geht für viele Waldbesitzer in Bayern ums Ganze: Egal ob im Bayerischen Wald, im Frankenwald oder im Ebersberger Forst - Waldbesitzer haben überall dieselben Probleme. Nach Stürmen und Borkenkäferfraß ist der Holzmarkt immer noch am Boden, die Lager der Sägewerke sind voll mit Schadholz aus Bayern und den Nachbarländern. Der Preisverfall hält an, obwohl die Bauwirtschaft boomt und Holz gefragt ist. Je nach Vertrag gibt es zum Teil nur noch halb so viel Geld für den Festmeter Holz wie im Vorjahr.

Landwirtschaftsministerin soll helfen

Die Bauern erhoffen sich da Unterstützung: Beim Aufarbeiten der Schäden und der Bekämpfung des Borkenkäfers, beim Nachpflanzen von Bäumen und dem Waldumbau. Sie wünschen sich steuerliche Förderung ihrer Kosten für Rücke- und Fällarbeiten möglichst über mehrere Jahre. Dafür soll sich auch die bayerische Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber stark machen. Sie hat sich zur Mitgliederversammlung angesagt.

Wälder fürs Klima und die Bauwirtschaft

Die Durchschnittsgröße beim Privatwald liegt bei etwas mehr als zwei Hektar. Da ist die Sorge groß, dass vielen der kleinen Waldbesitzer die Lust am Wald verleidet wird durch immer mehr Vorschriften und zu wenig Hilfe. Wald ist systemrelevant fürs Klima, für Erholungssuchende und als Erwerbsquelle und Rohstofflieferant, so der Verband: In Bayern dürfe es nicht so weit kommen wie im benachbarten Tschechien - wo inzwischen weite Landstriche entwaldet und kahl sind nach Borkenkäferbefall und großflächigen Abholzungen.