© BR-Mainfranken/ Anke Gundelach

Generalsaniertes Luitpoldbad in Bad Kissingen

Das Bad wurde in der Kategorie öffentliches Bauwerk ausgezeichnet. Die Preisverleihung übernahm Baustaatssekretär Josef Zellmeier (CSU) gemeinsam mit Michael Kordon, dem Vizepräsidenten der bayerischen Ingenieurekammer-Bau. Aus dem historischen Luitpoldbad ist nach einer Generalsanierung ein Behördenzentrum geworden. Der Komplex wurde im Oktober 2017 wiedereröffnet. Der Freistaat Bayern als Eigentümer hatte dafür 39 Millionen Euro investiert.

Einzigartiges Treppenhaus gab den Ausschlag

Die Jury lobte vor allem die Rekonstruktion des Treppenhauses: Mit der Freilegung und der Ergänzung der historischen Gusseisenkonstruktionen sei die Wiederherstellung des ursprünglichen Raumeindrucks des Treppenhauses erreicht worden. Die besondere Leistung der Tragwerksplaner habe darin bestanden, die Tragfähigkeit der Konstruktion mit Vor-Ort-Messungen zu ermitteln, da ein rechnerischer Nachweis gegen den Erhalt gesprochen habe. Zellmeier lobte den Sachverstand und die Sorgfalt, die die ausgezeichneten Bauherren und ihre beteiligten Ingenieure bewiesen.

"Sie haben sich vorbildlich für den Erhalt von denkmalgeschützten Bauwerken eingesetzt! Denkmäler geben Identität und schaffen Heimat. Wir müssen sie deshalb unbedingt erhalten." Baustaatssekretär Josef Zellmeier (CSU)

Eines der größten Badehäuser seiner Zeit

Das Badehaus im Staatsbad war von 1868 bis 1871 errichtet und später erweitert worden. Mit 236 Badekabinen, einer Länge von 140 Metern und 80 Metern Breite war es zu Beginn des 20. Jahrhunderts eines der größten und repräsentativsten Badehäuser Europas.

Neben dem Luitpoldbad erhielten das Rathaus von Hallstadt (Lkr. Bamberg) und die ehemalige Gastwirtschaft "Zum Goldenen Kreuz" in Monheim (Lkr. Donau-Ries) den Bayerischen Denkmalpflegepreis als öffentliches Bauwerk, das Rathaus den in Gold und das Gasthaus den in Bronze.

Autoren

Marcus Filzek

Sendung

Regionalnachrichten aus Mainfranken vom 14.09.2018 - 04:30 Uhr