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Polizisten sichern eine Demonstration in Chemnitz.
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Lena Deutsch
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Polizisten sichern eine Demonstration in Chemnitz.

Wie das bayerische Innenministerium mitteilte, ist heute eine Hundertschaft des Unterstützungskommandos der Bereitschaftspolizei Nürnberg nach Chemnitz aufgebrochen. Auch am Samstag, für den sowohl rechte als auch linke Gruppen zu Kundgebungen aufgerufen haben, schickt Bayern Hilfe. Dann allerdings nur zwei Züge statt der drei, aus denen eine Hundertschaft besteht.

Erneute Demo von "Pro Chemnitz"

Heute Abend kommt Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer nach Chemnitz. Im Stadion der Stadt will er gemeinsam mit Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig das Gespräch mit den Bürgern suchen. Gleichzeitig hat die rechtspopulistische Bewegung "Pro Chemnitz" zu einer Demonstration aufgerufen. Am Montag haben mehrere deutsche Bands ein kostenloses Konzert in Chemnitz geplant, um gegen rechte Stimmungsmache zu protestieren.

Bundespolizeigewerkschaft warnt vor Überlastung

Wegen der hohen Belastung unterstützen deshalb neben den Polizisten aus Bayern auch Beamte aus Berlin, Hessen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Baden-Württemberg sowie von der Bundespolizei die Kollegen in Sachsen.

Der Vorsitzende der Bundespolizeigewerkschaft, Ernst G. Walter, warnte unterdessen, die Polizei könne schon längst nicht mehr die Sicherheit und Ordnung überall in Deutschland aufrecht erhalten. Dem "Handelsblatt" sagte er, wegen des eklatanten Personalmangels gebe es heute schon temporär polizeifreie Zonen.