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Bayerische Polizei soll stärker auf Handysünder achten | BR24

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Ablenkung ist laut Innenminister Joachim Herrmann (CSU) für viele Unfälle verantwortlich.

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    Bayerische Polizei soll stärker auf Handysünder achten

    Die Polizei in Bayern soll Handy-Sündern am Steuer noch stärker auf die Finger schauen. Allein im ersten Halbjahr 2018 erwischten die Beamten mehr als 38.000 Autofahrer und 2.700 Radfahrer, die während der Fahrt ihr Mobiltelefon benutzt haben.

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    Mehr als 38.000 Autofahrer und 2.700 Radfahrer hat die bayerische Polizei allein im ersten Halbjahr mit Handy am Steuer erwischt. Im Vorfeld eines bundesweiten Aktionstages kündigte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) bayernweite Schwerpunktkontrollen an. Verkehrsteilnehmern soll noch stärker bewusst gemacht werden, wie gefährlich Ablenkung im Straßenverkehr ist: "Wer am Steuer telefoniert oder textet, erhöht sein Unfallrisiko mindestens um das Vierfache", sagte Herrmann.

    Künftig noch konsequenter auf Handy-Sünder achten

    Die Ablenkung sei dabei in etwa so gefährlich wie eine Fahrt mit 0,8 bis 1 Promille Alkohol im Blut. "Gerade beim Abkommen von der Straße gehen wir in vielen Fällen davon aus, dass Ablenkung im Spiel war, beispielsweise durch ein Smartphone", so der Innenminister. Herrmann kündigte an, dass die Bayerische Polizei in Zukunft auch außerhalb von Schwerpunktaktionen auf Streifenfahrten noch konsequenter auf Handy-Sünder achten wird.

    Bußgelder werden teurer

    Seit dem vergangenen Jahr kostet die Nutzung von Handy oder Tablet am Steuer 100 Euro Bußgeld plus Bearbeitungsgebühr. Radfahrer müssen 55 Euro Bußgeld zahlen. Außerdem erhalten Handysünder einen Punkt in Flensburg. Die bundesweite Verkehrssicherheitsaktion "sicher.mobil.leben – Ablenkung im Blick!" findet am morgigen Donnerstag (20.09.18) statt. Eingebettet ist der Aktionstag in die europaweite Kontrollwoche "Focus on the road", die noch bis zum 23. September läuft.

    Was ist erlaubt? Was nicht?

    Auto- oder Radfahrer dürfen elektronische Geräte im Auto nur dann benutzen, wenn sie dazu "weder aufgenommen noch gehalten" werden, heißt es in der Straßenverkehrsordnung. Das bedeutet, dass das Gerät entweder in einer Halterung stecken oder per Sprachbefehl gesteuert werden muss. Außerdem darf zur Benutzung des Geräts der Blick nur kurz vom Verkehrsgeschehen abgewendet werden. Die Regelung ist dabei unabhängig von der Art des Geräts – ob Smartphone, Tablet, Navi oder Autoradio.